Freitag, Juni 27, 2008

Now Is The Time

Ein Lied, das mir meine Uroma vorgespielt hat als ich 5 oder 6 war und welches einen der frühsten Einträge auf dem Wunderblock meines musikalischen Gedächtnisses hinterlassen hat. Seither ist ein Leben ohne Disco nicht mehr denkbar. Und ich bin dankbar für Jimmy James & The Vagabonds mit "Now Is The Time". Ella Elle L’a.

Samstag, Juni 07, 2008

Happy Birthday, Mr. Christian

Alles Gute zum Geburtstag, PRN. Von Prince findet man ja so gut wie nix mehr auf youtube, also muss das hier genügen. In dem Video ist er zwar nicht zu sehen, aber man kann ihn nicht überhören. Ein toller "Krush Groove"! Mehr davon dann in ein paar Stunden. Kann mir jemand Haarspray leihen?

Montag, Mai 26, 2008

Die verlorene Unschuld

Der Fahrer neben ihr rast auf den Tod zu. Doch nicht ihr bisheriges Leben, sondern, ein zukünftiges, ein mögliches zieht an ihr vorbei. Und nun? Soll sie ins Lenkrad greifen?

Seinen achten Film und preisgekrönten Berlinale-Beitrag hat der Regisseur Christian Petzold nach Yella Rottländer, der Hauptdarstellerin aus Wim Wenders Road-Movie „Alice in den Städten“ benannt. Beide Werke kreisen um dieselben Sujets: Selbstentfremdung, (berufliches) Scheitern, Flucht in eine unverbindliche Mobilität, Heimatlosigkeit. Während die kleine Alice in Wenders’ Film mit ihrer kindlichen Unschuld einen Erwachsenen wieder zu sich selbst zurückführt, verliert die erwachsene Yella in der Welt des Kapitals jedoch den Bezug zum Ich. Nachdem die Firma ihres Mannes Konkurs ging und daraufhin die Ehe zerbrach, will Yella weg aus Wittenberge, um auf der anderen Seite der Elbe im Westen ihr Glück zu versuchen. Zunächst scheint ein Neuanfang möglich: Sie erkämpft sich Annerkennung als Assistentin für eine Private-Equity-Gesellschaft und auch die Liebe hält in ihrem Leben wieder Einzug. Aber die aalglatte Oberfläche der glänzenden Bürotürme weist von Anfang an Risse auf. Philipp, ihr Chef und Geliebter, arbeitet gezielt auf einen Betrug hin, zu dessen Komplizin sie sich macht. Und dann wird sie bei ihren knallharten Verhandlungen immer wieder von diesen merkwürdigen Geräuschen heimgesucht. Mal ein Rauschen in den Wipfeln, mal das Kreischen eines Vogels: Mahnende Rufe aus der weggeworfenen Vergangenheit, die Yella fort von den Meetings in einen symbolgeladenen Märchenwald locken. Hinter diesen Grenzlinien zwischen Traum und Wirklichkeit gewinnt der Film eine erstaunliche Tiefe. Zudem spielt Nina Hoss die Hauptfigur mit ruhiger und bestechender Intensität. Am Ende sitzt Yella wieder im rasenden Auto und trifft eine bemerkenswerte Entscheidung.

Mittwoch, Mai 14, 2008

Cruel Summer

Der Sommer beginnt laut Kalender erst im Juni. In der Herner Straße ist es aber jetzt schon sehr sommerlich. Und bei wohligen Temperaturen verliert endlich auch die Musik an Geschwindigkeit. Zärtliche Basstöne schweben im einladenden Raum und etwas später spinnt sich ein erquickender Rhythmus seine Melodie. Der hitzige Lärm der Ausgehzone, wo gerade wieder eine Flasche an einer Mauer zerbirst, scheint fern. In der Goldkante haben die Cocktails eine angenehmere Temperatur! Wir winken rüber zu den freundlichen Nachbarn. Ein geselliger Groove weht heiter durch die Nacht...(Text und Flyer von Tobias K.)

Goldkante
Fr., 16.05.2008
ab 2100 Uhr

Dienstag, Mai 13, 2008

Woog Riots - Pasp

Die deutsch-italienische Freundschaft zwischen Silvana Battisti und Marc Herbert hat eine neue musikalische Wundertüte gebastelt: „pasp“ steht da drauf und mit jedem Stück, das man herausfischt, kommt mal mehr mal weniger kapriziöser Ulk zu den Themen people, animals, society und places zum Vorschein. Da muss sich ein Paul McCartney genauso Ratschläge gefallen lassen (Go! and write a song, don’t love your country) wie der Oktopus Indiskretionen über sein submarines Liebesleben. Über den Islam Punk wird auf Italienisch sinniert, bis der Night Bus einen schließlich zur falschen Seite der Stadt gebracht hat. Und überhaupt: everyone should move into a hotel room! Wie schon auf dem Vorgänger Strangelove TV changieren die Lo-Fi-Eskapaden der Woog Riots zwischen geistreichem Dancepunk und kurzweilig-bunter Gimmicks aus dem Kaugummiautomaten. Dabei haben die Unruhestifter hörbar viel Spaß gehabt. Auf Backstage Lemonade singt übrigens keine Geringere als Kimya Dawson mit. Bitte also nicht über Vergleiche mit den Moldy Peaches oder die immer wieder heraufbeschworene Nachbarschaft zum „Anti-Folk“ wundern. „Tweelectro“ hat das aber offensichtlich noch niemand genannt. Dies sei hiermit nachgereicht. Myspace.

Donnerstag, April 24, 2008

Juvelen

Schon klar, dieses Prince-Ding wird mich nie mehr loslassen. Aber das wird auch kaum jemand, der diese Seite regelmäßig besucht, wirklich erwartet haben, nicht wahr? Bereits vor ein paar Monaten stolperte ich über die Myspace-Seite von Juvelen, namentlich über "They Don't Love You", das mit hysterischem Falsett und spartanischem Arrangement einen Prince-Bastard der obersten Güteklasse abgab. Viel mehr bekam man seinerzeit nicht zu hören und was weitere Infos betraf, so erfuhr man gerade noch, dass Juvelen irgendein Typ aus Stockholm war, der halt Musik macht. In der überbordenden Masse an akustischen Angeboten geriet das Ganze jedenfalls bald in Vergessenheit, bis mir RRR gestern Abend Juvelens Album-Debüt "1", äh, zuspielte. Den Rest kann man sich vermutlich denken: Mit nacktem Oberkörper springe ich wie ein hyperventilierender Flummi durch mein Zimmer, übe zu "Don't Mess" komische Verrenkungen für die nächste Tanzflur-Performance oder versuche bei "Baby When You're Gone" den liebeskranken Crooner zu geben. Wen interessiert schon, ob das länger als ein paar Tage vorhält. Fun ist halt ein Kurbad. Myspace.

Dienstag, April 15, 2008

Prince - A Celebration - Die Flyer




In der Goldkkante hängen sie als Poster, auf meiner Myspace-Seite sind sie auch schon hinterlegt, nur auf der Guten-Seite weiß man von nichts. Das kann natürlich nicht angehen. Hier also die letzten beiden Flyer zur Prince-Party am 7. Juni. Soll mir hinterher niemand vorwerfen, ich hätte nicht vollsten Körpereinsatz gezeigt. Flyer-Design by RRR.

Sonntag, April 06, 2008

Elmore Judd - Insect Funk

Elmore Judd sind eine Bande funky little nerds aus London, die unter der Regie von Frontmann Jesse Hackett und mutmaßlich unter Drogeneinfluss die besten Platten von Sly Stone, George Clinton und Don Van Vliet in den Destillator gepresst haben, um die so gewonnenen Ingredienzien zu einem halluzinogenen Gebräu zu mixen. Auf Insect Funk wimmelt es von sinistren Gestalten, die elektronisches Akkordeon spielen (Pirate Song), während nervös herumkrabbelndes Getier sich die Hörner abstößt (Rats) oder drollige Teufelchen in schallendes Free-Jazz Gelächter ausbrechen (Evil Laughs). Das Füßejucken zwischendurch ist übrigens völlig normal, im Gegenteil, wessen Beine zu Disco In 4 Pieces oder dem Tron Song nicht zu zappeln anfangen, der sollte sich mal wieder gründlich durchchecken lassen. Für tiefe Verbeugungen vor großen Idolen sind Elmore Judd sich ebenfalls nicht zu schade, wobei man zum Snakefinger-Cover Don’t Lie ordentlich griechischen Wein gekippt hat. Und schließlich ist da noch die Single We Float In Time, die einem erbarmungslos ins Ohr kriecht und bereits für heißlaufende DJ-Teller sorgt. André 3000 und all die anderen Checker, cremt euch gut mit Autan ein. Hier kommen die neuen coolen Stecher. Myspace.

Mittwoch, April 02, 2008

Peter & The Wolf - Goldkante - 13.04.08


Keiner Geringeren als Robin Ruth Rauschenberg hat es die Welt (oder zumindest dieses Land) zu verdanken, dass Red Hunter aka Peter & The Wolf sein erstes Deutschland-Konzert in der Bochumer Goldkante geben wird. So kommet zu Hauf, damit ihr irgendwann mal euren Enkelkindern erzählen könnt, ihr habt Peter schon gesehen, als es ihn noch nicht bei Saturn zu kaufen gab.

Mittwoch, März 26, 2008

Tied To The 90's

Ein Zeitalter wird besichtigt: Jenes Jahrzehnt, in dem ein Großteil der die Goldkante regelmäßig Besuchenden noch nicht zu alt für Rave-Partys war, erfährt seine längst überfällige Würdigung. DJ Zisco wirft den Blick zurück und stellt den Filter seiner Brille auf „Pop“: Dabei kommt dann Naheliegendes ins Sichtfeld, etwa Travis, Portishead oder Everything But The Girl, aber auch weiter Entferntes, wie Ani DiFranco oder Smoke City. Man darf mit nostalgisch verklärten Gesichtern rechnen, nicht jedoch mit Holzfäller-Grunge oder Titten-Techno. Auch die Freunde der Musik von Damon Albarn könnten an dem Abend eine Enttäuschung erleben. In den 90ern gab es nun mal musikalische Phänomene, deren Erkundung anderen Veranstaltungen und in der Materie beschlagenen Kompilatoren vorbehalten bleiben sollte. Ansonsten gilt aber das Motto der Love Parade 1994: „The Spirit Makes You Move“.

Freitag, 11. April 2008
Goldkante
Herner Str.13, Bochum
Ab 21:30 Uhr

Mittwoch, März 12, 2008

Reich und Schön – The Miserable Rich


Da spielten also diese beiden hochtalentierten Musiker in Rom auf einer Hochzeit vor handverlesenem Publikum. Überall Aristokraten mit viel Geld. Irgendwie musste man sich ja seine Brötchen verdienen. An jenem Tag fand die Band zu ihrem Namen: The Miserable Rich.

Der Cellist Will Calderbank und Folk-Elektroniker James de Malplaquet hatten zuvor bereits in verschiedenen Projekten und Gefügen aus dem Brightoner „willkommen collective“ zusammengearbeitet, einem Netzwerk aus Bands (z.B. Shoreline), die untereinander im lebendigen (Musiker-)Austausch stehen. In diesem Umfeld erhielten sie die Anregungen und Kontakte, aus denen sich schließlich das musikalische und personelle Profil von The Miserable Rich formen sollte. Komplettiert wurde das Quintett durch Mike Siddell (Violine), Lindsey Oliver (Kontrabass) und Jim Briffett (Gitarre).

Mit ihrer Cover-Version von Hot Chips Over And Over konnten The Miserable Rich über die Wellen von BBC und FM4, also weit über die Kollektiv-Grenzen Brightons hinaus, erstmals auf sich aufmerksam machen. Ihre Interpretation reduziert den Tanzflächen-Hit auf ein intimes Kammerspiel aus grazil gezupften Saiten und entzückendem Gesang und gibt damit die Grundbausteine eines jeden Songs auf ihrem Album 12 Ways To Count vor. Sie selbst nennen das Ganze „The Sound Of One Lip Kissing“ und auch, wenn damit die Sanftmut der Musik adäquat beschrieben sein mag, so ist doch nichts über ihre frappante Wirkung gesagt: Auf Boat Song, Pisshead oder Muswell streichen die Musiker mit ihren Bögen direkt über die Nervenstränge der Wehmut und spielen Melodien, die sich, so reich wie schön, auf leisen Sohlen ins Bewusstsein schleichen. Und die nicht weniger abgeben als den auf ewig nachklingenden Soundtrack zu einer betörenden Liebesnacht. Myspace.

Dienstag, März 04, 2008

Vier gewinnt


Der Bochumer an sich ist ja über die Landesgrenzen hinweg für seine Gastfreundlichkeit berühmt. So laden sich Frl. W. und ihr kinky-sidekick Don Van Zisco für den heutigen Tanzabend gleich zwei Gäste ein: Ihren post-juvenilen Freund und langjährigen stillen Verehrer Christian (aka. DJ Amateurfunk) sowie als special introducing RRRauschenberg, die an ihrem volljuvenilen Einstand in der Goldkante einige famose Platten auf die Teller zaubern wird.

La musique wird abwechslungsreich bis eklektisch, von A wie äthiopischem Jazz über Soul, Funk, Indie und Elektronischem bis zu irgendeiner Musikrichtung, die mit Z anfängt. Wenn’s die gibt, werden wir sie am Start haben. Und wer Musikschubladen ziemlich doof findet, dem sei gesagt: Es wird schöne Musik geben, attraktive Menschen, tolle Gespräche, leckere Drinks und die Ruhrmetropole Bochum wird in ihrem mondänsten Glanz erscheinen. Der Eintritt ist natürlich frei. (Text von DJ Amateurfunk)

8.3.2008 Bochum, Goldkante, 21:00