Mittwoch, November 10, 2010

Dungeon Disco by Steven Bascom

Mein erster Live-Mix auf den heimischen Plattentellern, inspiriert vom Auflegeabend im Goethebunker. Einige der dort gespielten Tracks finden sich vor allem zu Beginn hier wieder, im weiteren Verlauf geht es dann aber eine leichte Abzweigung entlang. Den letzten Track konnte ich mir einfach nicht verkneifen. Wer an der Playlist interessiert ist, kann hier gerne einen Kommentar mit Emailadresse hinterlassen. And now, listen listen. Dungeon Disco by Steven Bascom

Mittwoch, Oktober 06, 2010

ARK / Maneki Music / Pe.Po / Steven Bascom@Goethebunker / 30.10.2010

Kurz vor der Rente piekt man meiner DJ-Karriere noch eine Botox-Spritze in die sich immer faltiger aufschürzende Gesäßhaut: Am 30. Oktober lädt das Maneki Music- Kollektiv zu Savoir Vivre in den Goethebunker, wo der Asterix unter den französischen DJs einen Extraschluck Zaubertrank zu sich nehmen und uns in höchste Höhen abendlicher Tanzunterhaltung boxen wird: ARK aus Paris rauscht durchs Essener Nachtleben und verspricht ein für House-Meister ungewöhnlich grooviges Head-Set. George Clinton würde sagen: „He’s a Funkateer!" Bevor wir alle in den Himmel fliegen, setzen auf dem Haupt-Flur die drei Manekis Katja Krause, Cramp und mi*doubleyou den Kessel schon mal unter Dampf. Für den Second Floor hat DJ Pe.Po Sleazy Disco angekündigt. Und dann ist da noch meine Wenigkeit, die im Zeichen von nur-die-guten Electric Chocolate Chips kredenzt. Eine Kostprobe anbei. Wer das verpasst, hat schon alles gesehen!

Dienstag, August 03, 2010

Track Of The Day: David Baerwald - Got No Shotgun HydraHead Octopus Blues

Ewig nicht mehr gehört und auch schon fast 20 Jahre alt. David Baerwalds Album "Triage" ist so weit ich weiß "out of print". Warum eigentlich? Bitte auf CD-Börsen die Augen offen halten und diesen Killer-Track vor dem Vergessen retten! Um Verlinkung wird daher ausdrücklich gebeten.

Sonntag, Juli 11, 2010

Forever In My Life - Live

Und hier wie versprochen mein ganz persönlicher Blick auf einen Höhepunkt vom letzten Montag in Berlin. Prince singt "Forever In My Life" als hätten wir Sommer 1987. La Da Da Da Da Da Da Da...

Mittwoch, Juli 07, 2010

Prince live - Waldbühne Berlin - 05.07.2010

Ich wollte ja erst gar nicht hin. Zu teuer erschien mir die ganze Unternehmung (Ticket, Anreise, usw.), zudem hatte sich meine Leidenschaft für die Musik des Prinzen aufgrund seiner zuletzt mediokren Platten mit unansehnlicher Cover-Gestaltung und meiner immer größeren Abstand aufbauenden musikalischen Fortbewegung in andere Richtungen deutlich abgekühlt. Doch dann wurde mir über ein paar Ecken eine Karte zu einem guten Kurs angeboten – und da stand ich also am 05. Juli 2010 im Block H der Berliner Waldbühne. „Adolfs Amphitheater“ kam mir in den Sinn, und trotz der Ankündigung als einziges Konzert in Deutschland waren einige Reihen licht. Immerhin hatte man von wirklich jedem Platz aus gute Sicht. Kurz vor 20 Uhr ging es los. Ich habe mittlerweile aufgehört mich dafür zu interessieren, mit welchen Musikern Prince sich gerade umgibt, also kann ich den lustigen Lakeien mit der Mundharmonika, welcher eine skurrile Konzerteröffnung abgab, nicht namentlich benennen. Der erste eigentliche Prince-Song war jedenfalls „Venus De Milo“, eine große Überraschung, auf die leider erst mal keine mehr folgen sollte: Let's Go Crazy, 1999, Little Red Corvette, hier war nun mal mit vielen Hits zu rechnen, aber ich mag das alles live nicht mehr hören. Nachdem die ersten Party-Raketen abgefeuert waren, geschah etwas Unerwartetes: Die rigide Platzzuweisung wurde aufgehoben, die Massen strömten nach unten, also nutzte auch ich die Gunst des Augenblicks, ein Sprung über die Mauer, ein paar Sätze die Treppe runter und schon stand ich wenige Reihen von der Bühne entfernt. So nah am Geschehen wurde ich gleich besser mitgenommen: die großen Gesten, das kalkulierte Entertainment, sie packten mich und ließen auch meine Arme in die Luft fliegen. Prince ist und bleibt nun mal einer der besten und mitreißendsten Live-Entertainer des Planeten – und nach Michael Jacksons Ableben ist er wohl der einzige, der pure Selbstreferenz zelebrieren kann, ohne dass es peinlich wirkt. Spätestens ab „Ol’Skool Company“ gab es für mich jedenfalls kein Halten mehr, ich hüpfte wie Prince und Sheila E. auf imaginären Bettenburgen und freute mich besonders über einen aufgepimpten Klassiker: Kiss! Ein Song, der live schwierig umzusetzen ist, dabei nie so richtig funktionierte, an diesem Abend aber dank Frischzellenkur im Arrangement neu erstarkte. Mit solch schönen neuen Kleidern lass ich mich auch von den alten Schabracken gerne verführen. Dass Sprechchöre aus dem Publikum dann „Purple Rain“ einforderten und Prince es auch noch spielte, ach, das war okay, er hatte mich zuvor mit der Wiederentdeckung einer alten Liebe milde gestimmt: Forever In My Life. Mein Blick auf dieses wunderschöne Liebeslied habe ich hier mal reingestellt (Anm. der Redaktion: Geduld bitte, ich muss das Video noch bearbeiten). Wenn ich ein Fazit ziehen soll: Ein sehr schöner Konzertabend, nicht so überwältigend wie die ONA-Auftritte vor 8 Jahren, dennoch voller Glückshormone aktivierender Impressionen. Ich bin nun auf das neue Album gespannt. Und hey Prince, wenn Du mal für Deine Platten ein cooles Cover statt dieser hässlichen Air-Brush-Bumsbuden-Zeichnungen, die wohl leider auch „20ten“ verschandeln wird, verwenden möchtest, dann sprich mich doch einfach an. Ich könnte da durchaus jemanden vermitteln.

Donnerstag, Juni 10, 2010

The Greatest Dancers #2 - Seventh Heaven

Dieses Stück habe ich bestimmt schon sechsmal aufgelegt und nie hat es jemand gemerkt. Es ist das Werk einer heiligen Trinität, bestehend aus Gwen Guthrie (singt), Sly & Robbie(produzieren) und dem keiner weiteren Erläuterung bedürftigen Mixfather Larry Levan. Von eher sperrigem Arrangement eignet es sich nicht unbedingt für die Nummer-Sicher-Kiste. Dieser Bass braucht ein bisschen Geduld und ein aufgeschlossenes Publikum. Hier also "Seventh Heaven", die Siebte:

Montag, Juni 07, 2010

Happy Birthday, Prince!

So wie's aussieht, werde ich wohl nicht nach Berlin fahren. Über 150 € für ein Prince-Konzert auszugeben, dazu sehe ich mich gerade nicht in der Lage. Es sei denn, es findet sich noch ein Gönner oder Mäzen für nur-die-guten. However, allen, die schon eine Karte haben, wünsche ich viel Spaß und Roger Nelson natürlich alles Gute zum 52.

Samstag, Mai 29, 2010

Prince in Berlin - 05.07.2010

Fast acht Jahre ist es her, dass ich zuletzt auf einem Prince-Konzert war (für die Komplettisten: 27.10.2002, Arena Oberhausen). Nachdem ich schon versucht war, mir ein Ticket für Werchter zu kaufen, kam diese Meldung rein: "Prince kommt für ein einziges Deutschlandkonzert nach Berlin. Der exklusive Vorverkauf startet am morgigen Sonntag, 30.05., um 10 Uhr." Na ja, dass Prince nur für ein einziges Konzert nach Deutschland käme, hatte man schon 1988 behauptet, um möglichst viele Besucher ins Frankfurter Waldstadion zu locken. Ich bin seinerzeit drauf reingefallen, nur, um mir dann noch ein weiteres Ticket für Dortmund besorgen zu müssen. Auch diesmal werde ich sehenden Auges meine Risikobereitschaft in finanziellen Transaktionen unter Beweis stellen, wenn ich morgen früh wieder vor der Kiste sitze, um mir eine Karte zu sichern. Wer Lust darauf hat, schneller zu sein als ich, kann das hier probieren.

Mittwoch, April 14, 2010

Rundlauf Bochum – 30.04. und 01.05.2010

In der Vergangenheit hat nur-die-guten Veranstaltungshinweise immer nur in eigener Sache gegeben. Damit ist von heute an Schluss, auch deswegen, weil die guten-Macher, nun, sagen wir aus familiären Gründen, selbst in Zukunft etwas kürzer treten müssen. Umso mehr sei eine Veranstaltung ans Herz gelegt, die mit der „Vereinigung unterschiedlichster Kunstformen und […] ungewöhnlicher Veranstaltungsorte“ und einem facettenreichen Programm aufwarten kann: Theater, Musik, Lesung, Vernissage – alles dabei! An dieser Stelle sein willkürlich der Funkloch-Abend mit Hans Nieswandt und die Ausstellung der Bochumer Künstlerin Marion Stephan hervorgehoben. Zu letzterer fahre ich dann mal mit dem Kinderwagen vor. Alle weiteren Infos bitte nachlesen unter: www.rundlauf-bochum.de

Samstag, April 10, 2010

Maximilian Hecker: Essen – Grend – 09.04.2010

Wie oft habe ich Maximilian Hecker im Grend gesehen? Ich habe aufgehört zu zählen. Wieso gehe ich immer wieder zu seinen Konzerten? Ich habe aufgehört, mich das zu fragen. Eine mögliche Erklärung wäre: Hecker macht die schönste Mädchenmusik der Welt. Eine andere, weniger plausible, könnte sein: Der „neue Hecker“ trägt, wie er selbst sagt, Hugo-Boss-Unterhosen und rezitiert über den Beckmannschen Wichsfleck, gibt also keine schlechte Referenz für die eigene, altersbedingte Kauzigkeit ab. Zu seinem neuen Album (mit dem hochmütigen Titel „I Am Nothing But Emotion, No Human Being, No Son, Never Again Son“) habe ihn jedenfalls die Begegnung mit einer Tokioter Prostituierten inspiriert (ich sollte mal ausprobieren, ob ein Besuch in der hauseigenen Massagepraxis einen ähnlichen Kreativschub für die zuletzt nur noch vor sich hin vegetierende guten-Seite hätte). Ihr widmet der wunderliche Waldschrat die meisten Titel, singt mal mit Kopf- mal mit Bruststimme unendliche Variationen von Isolation, Einsamkeit, Verzweiflung und unerwiderter Liebe. Der neue Hecker ist also ganz der alte. Das Sinnstiftende dieser Konzerte im Grend besteht ohnehin darin, sich an lieb gewonnenen Ritualen zu erfreuen; hat doch ein Seufzer im Kollektiv weniger Widerhall als in den eigenen vier Wänden. Nach kaum einer Stunde geht Hecker von der Bühne. Er kennt die rechte Zeit. Junge, komm bald wieder.