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Freitag, April 24, 2009

The Greatest Dancers #1 - Gimme Your Love

Eine neue kleine Reihe, damit ich mich selber zum Schreiben animiere: Tolle Lieder zum Tanzen, welche die Welt nicht vergessen sollte. Teil 1: Active Force mit "Gimme Your Love". Kam '83 raus und zündet am besten in dieser 12'-Version mit dem langen Intro. Erst heute meinte man zu mir, der Beat wäre ja viel zu langsam. Ich mag aber gerade das Midtempo-Feeling des Stücks, es muss ja schließlich nicht immer das Bretter-Programm sein (außerdem kann man es beim Auflegen ja ein bisschen hochpitchen). Zu sowas mag ich jedenfalls nicht still sitzen, also komm auf den Flur und gib mir Deine Liebe, Baby.

Sonntag, September 07, 2008

Pino D'angio - Ma Quale Idea

"Italo-Disco" noch vor seiner Zeit. Coole Scheiße, die ich immer wieder gerne auf die Plattenteller patsche. Patsch.

Sonntag, Juli 13, 2008

Once Again: Miss Kathy Diamond

Kathy Diamond hatte ich hier vor über einem Jahr mit ihrem Debütalbum angepriesen. Zuletzt ist die Vocalistin aus London bei zwei Projekten in Erscheinung getreten, die allen Neo-Disco-Freunden unter Euch das Trommelfell massieren werden: Da ist zum einen das belgische Dancefloor-Duo "Aeroplane", bestehend aus Stephen Fasano und Vito De Luca, welches mit "Whispers" das "I feel love" des Jahres 2008 produziert haben. Und dann singt sie noch auf "The Feeling" mit, einem Track des mir bisher unbekannten Londoner DJs Toby Tobias, der spätestens in drei Monaten was von Hercules & Love Affair remixen wird. Denkt an meine Worte. "The Feeling" ließe sich nämlich prima mit "Athene" mixen. Wehe die Idee klaut jemand vor dem 19. Juli. Da werde ich das mal probieren, falls ich bis dahin das Vinyl hab.

Freitag, Juni 27, 2008

Now Is The Time

Ein Lied, das mir meine Uroma vorgespielt hat als ich 5 oder 6 war und welches einen der frühsten Einträge auf dem Wunderblock meines musikalischen Gedächtnisses hinterlassen hat. Seither ist ein Leben ohne Disco nicht mehr denkbar. Und ich bin dankbar für Jimmy James & The Vagabonds mit "Now Is The Time". Ella Elle L’a.

Mittwoch, Mai 14, 2008

Cruel Summer

Der Sommer beginnt laut Kalender erst im Juni. In der Herner Straße ist es aber jetzt schon sehr sommerlich. Und bei wohligen Temperaturen verliert endlich auch die Musik an Geschwindigkeit. Zärtliche Basstöne schweben im einladenden Raum und etwas später spinnt sich ein erquickender Rhythmus seine Melodie. Der hitzige Lärm der Ausgehzone, wo gerade wieder eine Flasche an einer Mauer zerbirst, scheint fern. In der Goldkante haben die Cocktails eine angenehmere Temperatur! Wir winken rüber zu den freundlichen Nachbarn. Ein geselliger Groove weht heiter durch die Nacht...(Text und Flyer von Tobias K.)

Goldkante
Fr., 16.05.2008
ab 2100 Uhr

Freitag, Februar 15, 2008

Odyssey - Inside Out (1982)

Maybe The Most Beautiful Disco-Song Ever...

Freitag, Dezember 08, 2006

Pam Todd And Love Exchange – Let’s Get Together

Wenn ein Song exemplarisch all das vorführt, was mich an Disco so begeistert, dann ist es „Let’s Get Together“ von Pam Todd And Love Exchange. Von den vielen Tracks, die (der heute zu unrecht in Vergessenheit geratene) Greg Carmichael in jener Ära produziert hat (z.B. für Carol Douglas oder die Universal Robot Band), ist dieser nach meinem Dafürhalten der am cleversten arrangierte: Ein verlockender Beckenschaukel-Beat mit koketten Congas, dazu dezentes, aber wirkungsvolles Streicher-Dekor sowie Emotionen hochpeitschende Bläser-Brücken. Ohne Pam Todds euphorischen Canto wäre dieser Song nichts, und doch sind es vor allem die ausgedehnten Instrumental-Parts, welche die Salonlöwen dieser Welt sich nach niemals enden wollenden Disco-Nächten verzehren lassen. Aus genau diesem geschickten Zuspiel von Gesang- und Tanz-Passagen zieht „Let’s Get Together“ eine sich immer wieder aufs Neue aufreizende Spannung. Falls jemand das Album gleichen Titels sieht und auch nur den kleinsten Funken für Disco übrig haben sollte, so sei die Anschaffung unbedingt empfohlen.

Donnerstag, Juli 13, 2006

Taana Gardner - Heartbeat

The Paradise Garage, Greenwich Village, 84 King Street. Irgendwann Anfang der 80er legt Larry Levan – eine, wenn nicht DIE DJ-Legende der Disco-Ära – eine neue Testpressung auf seinen Teller. Vier oder fünf mal spielt er sie und jedes Mal fegt er damit die Tanzfläche leer. Nur 105 Beats pro Minute. Vielleicht zu langsam für dieses handverlesene Publikum, welches daran gewöhnt ist, schnelle unerschrockene Disco-Stampfer vorgelegt zu bekommen, die erst hier zünden müssen, bevor sie ihren Siegeszug über die Tanzflächen der restlichen Welt antreten können. Doch Larry gibt nicht auf. Immer und immer wieder wird er in den nächsten Wochen versuchen, das Herz der Menge mit dem von Taana im Takt schlagen zu lassen, jeden Abend ein paar mal. Und seine Liebe für dieses Lied, sein Glaube daran, sollen sich auszahlen. Schließlich drängt das Volk immer zahlreicher aufs Parkett, zuletzt will man die Musik um keinen Preis verpassen. „Heartbeat“ wird zum Riesenhit und ist bis heute eine der meistverkauftesten 12-inches von West End Records.

Wie Sperrholzplatten, die von einem Fließband aus großer Höhe auf Marmor krachen: So schlägt sich der Beat über die Hirnwindungen in den Bewegungsapparat, der, einmal in Gang gesetzt, keine Erschöpfungszustände mehr zu kennen scheint. Im Refrain wird Tanas Stimme ein wenig hysterisch, überschlägt sich geradezu mit ihren Huldigungen an „ihr Herz“ – ihr zur Seite steht der Gegenpol eines taktvollen, aber durchaus leidenschaftlichen Gruppengesangs. Man braucht ein paar Durchläufe, um dieses üppige Angebot an akustischen Reizen, an denen sich Erregung in Bewegung entladen kann, in seiner ganzen Fülle aufzunehmen. “Moving all around, from my head to the ground“, heißt es, kurz nachdem sich alles tatsächlich auf einen Herzschlag reduziert hatte. Dann purzeln wieder ein paar Holzplatten herab und gerade als man denkt, nun könne ja nichts mehr kommen – nachdem Taana noch ein paar Worte des Abschieds gesprochen hat, wartet man nur noch auf das Fade Out – setzt ein derart unverschämt jaulendes Funkriff ein, dass man glaubt, den Saiten der Gitarre wurde es nur unter Androhung von Schmerzen entlockt. Ein Keyboard drückt noch ein paar beruhigende Tupfer auf die wunde Stelle bis die Musik sich schließlich doch in eine verheißungsvolle, aber traurig unerreichbare Ferne auf und davon macht. 105 Herzschläge pro Minute. Keinen davon möchte man verpassen.

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