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Dienstag, August 03, 2010

Track Of The Day: David Baerwald - Got No Shotgun HydraHead Octopus Blues

Ewig nicht mehr gehört und auch schon fast 20 Jahre alt. David Baerwalds Album "Triage" ist so weit ich weiß "out of print". Warum eigentlich? Bitte auf CD-Börsen die Augen offen halten und diesen Killer-Track vor dem Vergessen retten! Um Verlinkung wird daher ausdrücklich gebeten.

Donnerstag, Juni 10, 2010

The Greatest Dancers #2 - Seventh Heaven

Dieses Stück habe ich bestimmt schon sechsmal aufgelegt und nie hat es jemand gemerkt. Es ist das Werk einer heiligen Trinität, bestehend aus Gwen Guthrie (singt), Sly & Robbie(produzieren) und dem keiner weiteren Erläuterung bedürftigen Mixfather Larry Levan. Von eher sperrigem Arrangement eignet es sich nicht unbedingt für die Nummer-Sicher-Kiste. Dieser Bass braucht ein bisschen Geduld und ein aufgeschlossenes Publikum. Hier also "Seventh Heaven", die Siebte:

Mittwoch, September 24, 2008

William DeVaughn - Be Thankful For What You Got

Ein Song für die Insel, ein Song für die Ewigkeit, a song to remember; eines Tages, wenn es zuende geht, wird hoffentlich die Frage gestellt, was man noch mitnehmen möchte. Das hier sollte bitte dabei sein. Remember brothers and sisters / You can still stand tall.

Sonntag, September 07, 2008

Pino D'angio - Ma Quale Idea

"Italo-Disco" noch vor seiner Zeit. Coole Scheiße, die ich immer wieder gerne auf die Plattenteller patsche. Patsch.

Montag, Juli 28, 2008

Wendy & Lisa - Balloon


Vor genau zwei Jahren, am 28. Juli 2006, schrieb ich mir, in einer ähnlich schwülen Sommernacht, meine Hoffnung auf ein neues Wendy & Lisa-Album von der Seele. Mittlerweile hatte ich den Glauben daran fast verloren. Doch bald ist es soweit: White Flags of Winter Chimneys wird es heißen. Vorab gibt es den Song Balloon zum freien Download. Vorschnelle Kommentare, um die ich ja sonst nicht verlegen bin, spare ich mir an dieser Stelle. Bis das komplette Album vorliegt, lässt mich allein die Freude über ein Lebenszeichen der Beiden in Demut schweigen.

Sonntag, Juli 13, 2008

Once Again: Miss Kathy Diamond

Kathy Diamond hatte ich hier vor über einem Jahr mit ihrem Debütalbum angepriesen. Zuletzt ist die Vocalistin aus London bei zwei Projekten in Erscheinung getreten, die allen Neo-Disco-Freunden unter Euch das Trommelfell massieren werden: Da ist zum einen das belgische Dancefloor-Duo "Aeroplane", bestehend aus Stephen Fasano und Vito De Luca, welches mit "Whispers" das "I feel love" des Jahres 2008 produziert haben. Und dann singt sie noch auf "The Feeling" mit, einem Track des mir bisher unbekannten Londoner DJs Toby Tobias, der spätestens in drei Monaten was von Hercules & Love Affair remixen wird. Denkt an meine Worte. "The Feeling" ließe sich nämlich prima mit "Athene" mixen. Wehe die Idee klaut jemand vor dem 19. Juli. Da werde ich das mal probieren, falls ich bis dahin das Vinyl hab.

Freitag, Juni 27, 2008

Now Is The Time

Ein Lied, das mir meine Uroma vorgespielt hat als ich 5 oder 6 war und welches einen der frühsten Einträge auf dem Wunderblock meines musikalischen Gedächtnisses hinterlassen hat. Seither ist ein Leben ohne Disco nicht mehr denkbar. Und ich bin dankbar für Jimmy James & The Vagabonds mit "Now Is The Time". Ella Elle L’a.

Mittwoch, Februar 20, 2008

Clara Luzia

Einst war FM4 für mich überlebenswichtig, das Radio aus einer anderen Welt, eine art Ersatzfamilie. Heute ist es mein geliebter Begleiter durch den Arbeitstag.

Seit einigen Wochen fällt dort immer wieder der Name Clara Luzia, es wird auf ein Radiokonzert (FM4 Soundpark Studio2 Session) zusammen mit Francis International Airport hingewiesen und es läuft immer wieder ein Song „Morning Light“, traurig, kraftvoll und wunderschön. Berichte und Interviews des Österreichischen Fernsehens zeigen mir die Person zu dieser Musik: eine zarte Elfe, ein bisschen exotisch mit kurzen dunklen Haaren und großen Augen. Und sie weiss was sie will und vor allem, was sie nicht will. Deshalb ist ihr 2. Album "The Long Memory" schon im letzten Jahr auf ihrem eigenen Label Asinella Records erschienen und wird in Deutschland über unterm durchschnitt vertrieben. Ich hoffe sie kommt bald wieder auf eine Deutschlandtour, die Erste habe ich schon verpasst.

PS: Ganz bezaubernd finde ich auch die Illustrationen von Sadi Güran auf Claras Homepage

Freitag, Januar 25, 2008

Hercules & Love Affair

Ich bin kein großer Label-Checker. Das mag daran liegen, dass bisher noch jedes Label auch jede Menge für mich uninteressantes Zeugs im Programm hatte. Nun macht sich DFA daran, mich eines besseren zu belehren, nicht nur wegen der über jeden Zweifel erhabenen Alben von LCD Soundsystem. Alles, was darauf erscheint, „gefällt“ mir nicht einfach, sondern haut mich in schöner Regelmäßigkeit aus dem feuchten Schlüpfer meiner Disco-Träume, zuletzt mit der Keule „Hold On“ von Holy Ghost. Und nun kommen Hercules & Love Affair, das ist zum einen der New Yorker Produzent Andrew Butler und zum anderen der von seiner Schlankheitsfarm zurück gekehrte Antony (welcher vor längerer Zeit hier auf der guten Seite bereits zu Ehren kam) sowie die Gastsängerin Kim Ann Foxman. Von den Songs, die zurzeit die Runde machen, klicke ich drei mit meinen zitternden, weil vom Entzug bedrohten Fingern immer wieder an: Das Baby Antony „Blind“, den LCD-Bastard „Hercules Theme“ und die Disco-Bellezza „Athene“. Namentlich „Athene“ ist legitime Hüterin eines mit süßlichem Tand dekorierten Raums, der all das in sich vereint, was ich an Disco liebe. Larry Levan hätte das sicherlich gemocht. Am Holz seines Sarges wurden bereits erste schwitzende Freudentränen gesichtet. Bitte Reinhören.

Montag, November 12, 2007

Bran Van 3000 - Call Me

Die 90er waren fast vorbei, ich dachte schon, da käme nichts mehr, doch dann kamen Bran Van 3000 und retteten, was es noch zu retten gab. Aber dazu bei anderer Gelegenheit mehr. Ich habe noch gar nichts zu "Call Me" geschrieben, dem ersten Lebenszeichen vom mehr oder weniger losen kanadisachen Musikerkollektiv um James Di Salvio seit gut sechs Jahren. Dabei ist diese Neuigkeit inwzischen bereits keine mehr. Das Stück hat den schönsten Anfang, den Bran Van bisher vollbracht haben, noch schöner als der von "Astounded", wo man in punkto Spannungssteigerung bereits konkurrenzlos gut war. Tja, und dann...dann kommt ein Refrain, der vielleicht einen Tick zu gefällig agiert und zuletzt eine Art Reggae-Break, das mich nach dem ersten Hören sehr empört hat, weil er so gar nicht zu der zuvor aufgebauten Stimmung passen wollte. Inzwischen bin ich etwas versöhnlicher gestimmt, schließlich haben Bran Van 3000 schon immer großen Spaß am Aufbrechen von Gewohnheiten gehabt. Vielleicht kriegen sie mich auf meine alten Tage sogar noch zum Kiffen. Ich freue mich auf Rosé.


Donnerstag, September 27, 2007

Jack Peñate - Torn On The Platform

Ska ist ja sonst nicht so mein Ding. Nein, das ist maßlos untertrieben, ich finde Ska unangenehmer als Hämorrhoiden. Um so verwunderlicher, dass mich "Torn On The Platform" sofort für sich eingenommen hat. Ska nur als Destillat neben anderen, das lasse ich mir gerne gefallen, vor allem, wenn dazu so ein schnurrig-originelles Video serviert wird. Außerdem hat Jack Peñate ein vielversprechendes Liebeslied für den bevorstehenden Winters geschrieben: My Yvonne! Auch das ist maßlos untertrieben: Ein schöneres Liebeslied werden wir in diesem Jahr wohl nicht mehr zu hören bekommen! Bitte auf seiner Myspace-Seite unbedingt nachhören, ob ich recht habe.

Mittwoch, August 22, 2007

Lucio Battisti - La Canzone del Sole

Ich melde mich mal für ein paar Tage ab (nicht, dass es vorher hier besonders aufgefallen wäre, dass ich noch da bin). Kann den Regen einfach nicht mehr ertragen, also geht es in Richtung Sonne. Passend dazu die "Canzone del Sole" von Lucio Battisti. Frl. W., übernehmen Sie, derweil.

Mittwoch, Juli 18, 2007

Friendly Fires

Eine (späte) Neuentdeckung, die ich mal wieder "Up From The Underground" verdanke (einer Sendung, der man eigentlich nicht genug huldigen kann!): Friendly Fires klingen wie die hibbeligen Kinder von James Murphy, haben ein bisschen zu viel The Rapture gehört und waren bestimmt auch schon mal mit Jamie Lidell einen trinken. Keine Ahnung, wer von den drei Typen auf den Bandfotos der Bassist ist. Er ist jedenfalls Schuld an den fortwährenden Krämpfen in meinem rechten großen Zeh, welche durch einwöchiges Dauerwippen vor allem zu "Photobooth" verschuldet worden sind. Aber auch die anderen Songs auf Friendly Fires' Myspace-Seite sorgen für unkontrollierbare Muskelzuckungen. Wer am Samstag in die Goldkante kommt, kriegt davon ein paar Elektro-Schoks ab, versprochen!

Sonntag, Juni 10, 2007

Tigercity

Was passiert eigentlich, wenn man den ganzen Tag Musik von Talking Heads, Daft Punk, The Cars, Prefab Sprout, Earth Wind & Fire, Roxy Music, Kraftwerk, Steely Dan und Hall & Oates auf sich wirken lässt, dann das Falsett in Höhen schraubt, in denen selbst so Berufs-Kieksern wie den Scissor Sisters oder Mika der Atem stockt und dann auch noch in der Lage ist, Pop-Songs zu schreiben, die so klingen, als hätte man von '86 bis '88 nichts anderes hören wollen? Dann kommt so ein charmant-teuflischer Ohrwurm wie "Other Girls" von Tigercity dabei raus. Tigercity kommen aus Brooklyn, sind zu viert und machen seit 2004 Musik. Aber sowas interessiert ja höchstens mich und Leute, die tatsächlich noch ab und zu den Musikexpress lesen. Viel wichtiger ist natürlich, dass ich endlich meinen Sommerhit gefunden habe, als ich die Hoffnung darauf fast schon aufgegeben wollte. Heißer Scheiß! Bitte unbedingt reinhören.

Freitag, April 20, 2007

D'Angelo - Really Love

Neues vom Meister des Repititiven. Hat ja auch lang genug gedauert. Bei D'Angelo ist der Song nichts und das Arrangement alles. Gesang, Text, Licks, alles nimmt sich zurück, um den Groove so unwiderstehlich wie möglich aussehen zu lassen. Ich schätze, D'Angelo braucht für seine Platten ewig, weil er so lange an einem Rhythmus herumprogrammiert bis er absolut natürlich und aus sich selbst geboren klingt. So als wäre er auf der Suche nach einem Beweis für Autopoiesis in der Musik. Mit "Really Love" ist er nahe dran. Ich freue mich auf mehr.

Mittwoch, März 14, 2007

Sound Of Silver

"Losing My Edge" - Das war seinerzeit das Manifest des ortlosen Alt-Hipsters: Mit jenseits der Dreißig längst zu uncool für feuchte Mädchenschlüpferträume, mit einer Haltung wiederum zu nerdig, um als Produzent von Britney in Frage zu kommen. James Murphy dropte all die Namen bevor es jemand anders tat, sprang mitten rein in den Zyklon der eigenen Zerfaserung an den Rändern der Subkultur, wohl wissend, dass die „Kids From Behind“ schon darauf warteten, ihn abzulösen. Aber er, der Hipster, war dabei, hat alles schon gesehen, vor allen anderen, und eigentlich seien die „better-looking people with better ideas and more talent“ ja auch wirklich nett. James Murphy hat nun erneut bewiesen, dass er ein kluger Mann ist: Er weiß um das große Dilemma, mit dem das Pop-Produkt nicht erst seit Web 2.0. zu kämpfen hat: Seine immer gieriger zehrende Vergänglichkeit durch die Diskursgewalt von Tauschbörsen. Warum also das neue Album von LCD Soundsystem nicht gleich komplett bei Myspace reinstellen? Warum also nicht schon mal Remixe raushauen, noch bevor man „Sound Of Silver“ offiziell im Laden kaufen kann? Und damit die Übeholtheit als Prinzip setzen? Ja, James Murphy ist ein kluger Mann. Denn er hat ein Album gemacht, das größer ist als sein Vorgänger. Beängstigend groß. Weiß jemand, ob es noch Karten für das Konzert im Stollwerck gibt?

Samstag, März 03, 2007

Grand Canyon...

...und "Here It Comes Again" heißen die beiden Songs, welche man aus Tracey Thorns neuem Soloalbum "Out Of The Woods" nun hören kann. Über zwanzig Jahre sind seit "A Distant Shore" vergangen, fast acht Jahre liegt die Veröffentlichung des letzten EBTG-Albums zurück. Besonders "Grand Canyon" lässt keinen Zweifel, wie schmerzlich ich diese einzigartige Stimme vermisst habe. Niemand sonst bekommt beim Singen diese verführerische Traurigkeit, diese bedingungslose Sehnsucht nach Vergänglichkeit hin. Niemand! Eine eigene, sehr ansprechend inszenierte Webseite hat Tracey nun auch. Ich werde nichts downloaden, ich werde mir "Out Of The Woods" nicht irgendwo besorgen, sondern brav den offiziellen Release abwarten (hier in Deutschland übrigens erst am 30. März, während der Rest der Welt bereits am 5. beglückt wird. Aber nein, ich warte, und strecke hiermit einen dicken FUCK-Finger in Richtung Virgin Germany aus, ihr seid heiße Anwärter auf Dons Deppen, Arschlecken!). Egal, alles wird gut: "Step Out Of The Woods Into The Light / Everybody Loves You Here". Man möge außerdem Traceys Aufforderung nachkommen: "go on, buy a copy, if only to keep Razorlight at a safe distance from the charts". Amen.

Freitag, März 02, 2007

Cold War Kids – Tell Me In The Morning

Während das neue Maximo Park-Album ziemlich „lame“ (so die aktuell meistgebrauchte Pejoration im Musikjournalisten-Jargon) klingt, zeigen die Cold War Kids wie man echte Hits schreibt. Andernorts liest man zwar, es handele sich bei „Robbers & Cowards“ um ein „sperrige[s] Album“, das ist natürlich nicht falsch, aber es gilt ganz sicher nicht für Knaller wie „Hang Me Up To Dry“, „Red Wine, Success!“ oder eben „Tell Me In The Morning“. Nathan Willetts leicht hysterischer Gesang, ein geradezu weihevoller Refrain und ein komplexes, aber durchaus tanzbares Rhythmus-Gefüge machen Letztgenanntes zum Lied für den großen Augenblick. „Tell Me In The Morning“ wird vermutlich nicht so ein Indiesco-Durchstarter wie seinerseits „Apply Some Pressure“ oder „Going Missing“, aber das ist vielleicht auch besser so. Bleibt die Hoffnung größer, auch das Folgealbum zu „Robbers & Cowards“ möge was hergeben. Reinhören.

Freitag, Februar 23, 2007

Common – Be (Intro)

Scheinbar gedankenlos zupft ein akustischer Bass an einer Jazz-Improvisation herum. Aus der zunächst losen Folge von Anschlägen schält sich langsam Sinn heraus, ein Thema aus vier Noten ist geboren, wird zur Melodie, die Melodie wiederum steigert ihre Anspannung durch Wiederholung, und dann, auf dem Höhepunkt, rums, fällt dieses unglaubliche Sample aus „Mother Nature“ von Albert Jones über alles her, die Brust im neuen Groove-Panzer ganz weit rausgestreckt. Commons sechstes Album aus dem Jahre 2005 beginnt mit einem Geniestreich – und zugleich mit einer hingerotzten Unverschämtheit! Denn der „chosen one from the land of the frozen sun“ lässt mitten im Intro alles stehen und liegen und schert sich einen Dreck darum, dass andere aus diesen vielleicht zwei Minuten Überwältigung ein ganzes Musikerleben bestritten hätten. Das Lied ist viel zu kurz, verdammt noch mal! Common verzichtet auf die Hip-Hop-Hymne, die er mit links hätte erschaffen können, und unterwirft sich der simplen Logik, die ihm der Titel vorgibt: The present is a gift and I just wanna BE. Reinhören.

Dienstag, Februar 06, 2007

Come Wander With Me

Ich weiß, ich sollte hier endlich mal wieder was schreiben. In den zwei Wochen meiner Abwesenheit sind mir ca. 10 halbe Texte eingefallen, von denen ich mindestens die Hälfte komplett wieder vergessen habe. Vielleicht werde ich was davon doch noch für die Nachwelt retten können, wer kann das schon sagen. Was mir aber trotz Schreibfaulheit und Ablenkung durch Dinge, die mich im Moment mehr beschäftigen, zum Glück nicht abhanden gekommen ist: Die Fähigkeit, mich vom Fleck weg unsterblich in Lieder zu verlieben. Hier eine kleine Filmsequenz aus der amerikanischen Fernsehserie "The Twilight Zone" aus dem Jahre 1964. Bonnie Beecher, übrigens seinerzeit mal Ex-Girlfriend vom ollen Dylan, singt "Come Wander With Me". Geschrieben hat das Lied Jeff Alexander. Es ist auf der einen oder anderen Sammlung in voller Länge zu finden und einfach nur seufz.