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Freitag, Februar 27, 2009

Marcus Lenz - Close

Jost ist ein Getriebener. In seiner Wut ist ihm jede Gelegenheit zur Provokation recht, denn er will sich beweisen, dass er von niemandem abhängig ist und nichts zu verlieren hat. Einsam pöbelt er durch die Straßen der Großstadt. Wird er nach seinem Namen gefragt, lautet die Antwort stets: „Rate doch mal“. Eines Abends trifft er in einem verlassenen Haus auf Anna, die sich dort als einzig verbliebene Mieterin in ihrer Wohnung von der Außenwelt abgeschottet hat. Wo Jost ungestüm nach außen drängt, zieht Anna sich vor der Gesellschaft in die innere Isolation zurück. Verbunden werden die beiden ungleichen Einzelgänger durch ihre Furcht vor der Sprache. Denn Worten, die ihnen die Wahrheit vor Augen führen könnten, gehen sie lieber aus dem Weg. Zwischen ihnen entlädt sich eine heftige und sexuell aufgeladene Gewalt, durch die im Wechselspiel von Macht und Unterwerfung der jeweils andere zum Ausbruch aus dem selbst gewählten Kerker genötigt werden soll. Gemeinsam eilen sie einer finalen Katastrophe entgegen, auf die jedoch auch ein kleiner Lichtblick fällt. Regisseur Marcus Lenz hat mit Close ein Kammerspiel der Gesten und Mimiken inszeniert, in dem kein Wort zu viel fällt und dessen Regeln Christoph Bach und Jule Böwe in den Hauptrollen meisterhaft beherrschen.

Donnerstag, Juli 24, 2008

Laternen am Wegrand - Hilde Domin

Ich will dich - Begegnungen mit Hilde Domin

Die junge Filmemacherin Anna Ditges entdeckt in einer Buchhandlung einen Gedichtband von Hilde Domin. Sie beschließt, die Frau kennen zu lernen, der es gelungen ist, sie mit wenigen Worten so tief zu berühren. Von der ersten Begegnung an ist die Kamera dabei. Der Zuschauer ist Zeuge des Moments, in dem die Tür aufgeht und sich alles entscheidet. Dann die Überraschung: Eine der bedeutendsten zeitgenössischen Lyrikerinnen Deutschlands, weit über 90 und als ruppig bekannt, gewährt Einblick in ihre mit Büchern voll gestopfte Wohnung und in ihr bewegtes, von der Exilerfahrung geprägtes Leben. Nach und nach werden die Begegnungen immer intimer, die Eitelkeiten und Eigenarten der Dichterin dabei nicht ausgespart. „Ich will dich“ erzählt Zeitgeschichte in der Personengeschichte und streift Themen, die uns alle etwas angehen: Zivilcourage, Verlust von geliebten Menschen, Einsamkeit im Alter. Und nicht zuletzt zeichnet die Dokumentation das Porträt einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen den Generationen nach. In einem Interview wurde Anna Ditges gefragt, welche Wirkung sie sich von ihrem Film erhoffe: „Um es mit Hildes Worten zu sagen: ‚Laternen anzünden in den Herzen am Wegrand‘.“ Es mögen bald viele Lichter brennen.

Montag, Mai 26, 2008

Die verlorene Unschuld

Der Fahrer neben ihr rast auf den Tod zu. Doch nicht ihr bisheriges Leben, sondern, ein zukünftiges, ein mögliches zieht an ihr vorbei. Und nun? Soll sie ins Lenkrad greifen?

Seinen achten Film und preisgekrönten Berlinale-Beitrag hat der Regisseur Christian Petzold nach Yella Rottländer, der Hauptdarstellerin aus Wim Wenders Road-Movie „Alice in den Städten“ benannt. Beide Werke kreisen um dieselben Sujets: Selbstentfremdung, (berufliches) Scheitern, Flucht in eine unverbindliche Mobilität, Heimatlosigkeit. Während die kleine Alice in Wenders’ Film mit ihrer kindlichen Unschuld einen Erwachsenen wieder zu sich selbst zurückführt, verliert die erwachsene Yella in der Welt des Kapitals jedoch den Bezug zum Ich. Nachdem die Firma ihres Mannes Konkurs ging und daraufhin die Ehe zerbrach, will Yella weg aus Wittenberge, um auf der anderen Seite der Elbe im Westen ihr Glück zu versuchen. Zunächst scheint ein Neuanfang möglich: Sie erkämpft sich Annerkennung als Assistentin für eine Private-Equity-Gesellschaft und auch die Liebe hält in ihrem Leben wieder Einzug. Aber die aalglatte Oberfläche der glänzenden Bürotürme weist von Anfang an Risse auf. Philipp, ihr Chef und Geliebter, arbeitet gezielt auf einen Betrug hin, zu dessen Komplizin sie sich macht. Und dann wird sie bei ihren knallharten Verhandlungen immer wieder von diesen merkwürdigen Geräuschen heimgesucht. Mal ein Rauschen in den Wipfeln, mal das Kreischen eines Vogels: Mahnende Rufe aus der weggeworfenen Vergangenheit, die Yella fort von den Meetings in einen symbolgeladenen Märchenwald locken. Hinter diesen Grenzlinien zwischen Traum und Wirklichkeit gewinnt der Film eine erstaunliche Tiefe. Zudem spielt Nina Hoss die Hauptfigur mit ruhiger und bestechender Intensität. Am Ende sitzt Yella wieder im rasenden Auto und trifft eine bemerkenswerte Entscheidung.

Montag, Januar 14, 2008

Control II

Ich wusste nicht viel über Joy Division, hatte nur die Hits gehört und mir irgendwann mal die CD der Hamburger Boy Division gekauft. Aber noch bevor der Film angelaufen war, sprachen so viele davon, voller Erwartungen und Geduld und machten ihn so zu einem popkulturellen Ereignis, zu einem MUSS.

Mein Bochumer Lieblingskino war letzten Freitag gut gefüllt, und ich war froh gedrängelt zu haben, um noch einen guten Platz zu erwischen. Der Fotograf Anton Corbijn hat seinen ersten Film in s/w gedreht. Ich weiß nicht, ob er damit die zahllosen Grauwerte zwischen weiß und schwarz, zwischen gut und böse verdeutlichen will, ich finde das sieht einfach gut aus und passt zu der Musik und dem Coolness-Faktor, den Ian Curtis ohne Zweifel hatte. Sam Riley spielt wirklich gut. Ganz wunderbar zeigt er Curtis’ Leidenschaft für Musik und Poesie und, zumindest als Teenager, für die Selbstdarstellung. Zunächst als Bowie-Fan, lasziv, mit Lidstrich und auch später immer mit einer Zigarette, die ihm unglaublich lässig, männlich im Mundwinkel hängt. Bei diesem Anblick möchte ich mir die Haare schneiden, denn zu großen Trench meines Vaters überziehen und mit dem Rauchen anfangen. Und dann diese Musik! Sein Tanzstil macht mich lächeln und seine Stimme geht durch bis in die Zehenspitzen. Die ganze Kinoreihe vibriert im Rhythmus der wippenden Füße.

Sehr gut und witzig finde ich die Darstellung der Band, des Managers, und die von Tony Wilson. Wenn auch die Figur der Frau von Ian Curtis, die er viel zu früh heiratet und mit der er schon kurze Zeit später eine Tochter bekommt, eher nervt, weil sie viel zu lieb und naiv wirkt, so ist sie doch gut gespielt.

Wirklich furchtbar dagegen finde ich Alexandra Maria Lara. Ihre Garderobe passt nicht in die Zeit. Sie haucht, als würde sie in einem David Hamilton Film mitspielen und will da einfach überhaupt nicht hineinpassen.

Weil ich weiß, wie der Film enden muss, fehlt mir zum Schluss ein wenig die Spannung, was aber nichts daran ändert, dass ich zufrieden das Kino verließ und mir vielleicht doch noch eine „echte“ Joy Divison Platte anhören werde (und dann daheim vor dem Spiegel im Trench die lustigen Tanzbewegungen von Ian Curtis imitiere).

Control I

Seine hypnotischsten Momente hat Anton Corbijns lang erwarteter Film „Control“ dann, wenn die Musik spielt. Mit geradezu beängstigender Mimikry fangen die Schauspieler die Gewalt der Band ein, um die es hier geht. Band? Nein, es geht in erster Linie um Ian Curtis und um die Frage, ob man dem Menschen hinter der Gestalt des schwermütig-charismatischen Frontmanns, den die Welt in ihm gesehen hat, mit einem Biopic näher kommen kann. Der Reiz solch eines Kopieversuchs des Lebens liegt ja gerade in der Aussicht, dem (vergöttern oder verhassten) Star etwas näher zu kommen, ihn „kennen zu lernen“. Der Zuschauer hofft, hinter das Geheimnis zu sehen, das ihn an sein Idol bindet. Corbijn ist zum Glück klug genug, eine gesunde Distanz zu seinem Studienobjekt zu halten, strickt mit seiner bewährten Schwarz-Weiß-Ästhetik am Mythos weiter und entzaubert ihn nicht. Alles andere wäre so fatal gewesen wie der deplazierte Einsatz des sinnleer vor sich her säuselnden Emo-Orakels Alexandra Maria Lara. Bei Corbijns altem Kumpel Grönemeyer fragt man sich dagegen, warum der so lange keine Filme und stattdessen so viel Musik gemacht hat. Wo er doch bekanntlich gar nicht tanzen kann. A propos: Hier noch Dance, Dance, Dance to the radio! Aber mit den echten.

Freitag, März 16, 2007

Pop! Goes My Heart

Auch wenn die Feuilleton-feste Leserschaft dieser Seite die gepuderte Nase rümpfen wird: Über Hugh Grant und Drew Barrymore in "Music & Lyrics" kann man herzlich lachen, wenn man will. Sicher, der ein oder andere Gag liegt etwas flach, das Happy End ist abgedroschen und allein die deutsche Titelwahl ("Mitten ins Herz - Ein Song für Dich") ziemlich daneben. Wenn es aber schon mal Zuckerwattekino sein soll, dann bitte so etwas. Und bitte mehr unglaublich lustige Wham!-Verarsche-Videos (aus unerfindlichen Gründen funktioniert das Einbinden aus Youtube gerade nicht, also bitte rüberklicken). Ich werde dann mal den Pop!-Hüftschwung üben und ihn beim nächsten Discobesuch vor größerem Publikum zum besten geben.

Freitag, Februar 16, 2007

Stranger Than Fiction

Es ist der Schriftsteller, der seinen Stoff (er)findet und seine fiktiven Figuren ins Leben holt. Sollte man meinen. Doch was, wenn es den Protagonisten des kurz vor der Vollendung stehenden Romans tatsächlich gibt, wenn sein unspektakulär daherplätscherndes Leben nicht etwa eine originäre Schöpfung, sondern real ist? Und eine Stimme in seinem Kopf, die Stimme der Autorin, ihm obendrein ankündigt, von seinem Tod erzählen zu wollen? Dann muss die Figur ihre Schöpferin finden, um das Schlimmste zu verhindern; dann sind die Grenzen zwischen fiktiver und realer Welt völlig offen und nur ein Film kann solch eine Situation noch retten, wenn sich daran eine wunderbar verzwickte Komödie aufhängt. Wobei die Kategorie „Komödie“ zu kurz greift. Stranger Than Fiction ist mehr, viel mehr. Tiefe wird erzeugt, indem üblicherweise der Literatur(deutung) vorbehaltene Fragen eine ironische Brechung mit filmischen Mitteln erfahren. Oder anders gesagt: Die Aufgaben, mit denen wir im Deutschunterricht früher gequält wurden, sind hier ad absurdum geführt und produzieren dadurch subtile Lacher (die Beziehung des Erzählers zu seiner Figur, die Analyse des Handlungsverlaufs, schreiben Sie ein alternatives Ende!). Stark auch das erstklassige Schauspieler-Ensemble und eine geschmackssicher ausgewählte Musik. Sogar das Happy End ist eine Bereicherung. „Stranger Than Fiction“ macht den Zuschauer im besten Sinne besoffen und ein kleines bisschen glücklicher. Nur zwei Wünsche hat er bei mir offen gelassen: Ich hätte gerne eine Nacht mit Maggie Gyllenhaal verbracht und außerdem den Song „The Book I Write“ von den großartigen Spoon noch einmal gehört. Na ja, zumindest Letzteres kann auf die Schnelle erfüllt werden.

Freitag, Dezember 22, 2006

Shortbus

Ein Film, den freimütig fickenden Geschlechtsteilen gewidmet. Mit einem schwulen Pärchen plus Liebhaber, die sich gegenseitig die Schwänze oder die Nationalhymne in ihre Hintern blasen. Ein Film über New York als aufgedonnerte Pappkulisse, vor deren Hintergrund allein alles möglich und alles halb so schlimm erscheint. Der Zuschauer als Voyeur, als Sexclubbesucher, zwischen „all those beautiful boys, pimps and queens and criminal queers“, einer Sextherapeutin mit Orgasmusproblemen und einer Domina in Identitätskrise. Ein Film, der erzählt von Begierde, Sehnsucht, Traum, Furcht und Hoffnung; und der berichtet über das, was man von der Liebe denkt, wie man sie sich als Zehnjähriger vorgestellt und vielleicht bis heute nicht gefunden hat. Ein Film, so selbstverständlich, so leicht, so stark, so aufrichtig, so „normal“ wie man es nur sein kann. Und schließlich ein Film wohl nur für Wenige, den aber alle sehen sollten. Der beste Weihnachtsfilm des Jahres.

Dienstag, Oktober 03, 2006

Anarchie auf Zelluloid – Science Of Sleep

Vor zwei Jahren hat er vom Paradies der Erinnerung erzählt, nun führt Michel Gondry sein Publikum in das glitzernde Reich der Träume. Science of Sleep taucht in die wundersame Welt von Stephane ein, einem liebenswert-modernen Taugenichts, der sich in seine Nachbarin und Namens-Verwandte Stephanie verliebt. Bevor die beiden am Ende auf ihrem Pony durch den Himmel der Verliebten reiten können, wird dem Zuschauer einiges abverlangt. Er muss durch einen Irrgarten von Traum und Wirklichkeit, in dem sich Stephane selber nur allzu gern verliert. Denn die Liebe und der Traum haben eins gemein: Sie folgen ihrer eigenen undurchsichtigen Logik und verweigern sich den analytischen Zugriffen von außen mit immer neuen phantastischen Wendungen. Seine große Stärke, seinen unschlagbaren Zauber schöpft dieser Film aber nicht nur aus der Anarchie des Erzählens, sondern auch und vor allem aus der „Anarchie in Zellophan“, wie es Charlotte Gainsbourg gegen Ende einmal explizit ausspricht: Die Tricks für die Traum-Sequenzen scheinen direkt aus der Augsburger Puppenkiste oder alten tschechischen Animationsfilmen entnommen. Mit unglaublicher Hingabe und Liebe zum Detail hat man hier Dächer aus Pappmaché, Wolken aus Watte oder eben Wasser aus hellblauem Zellophan gebastelt. Man kann einfach nicht anders, als sich von diesem Allerlei überquellender Kuriositäten hinreißen zu lassen. Einen guten Einblick in den Reichtum an Kreativität und Ideen bekommt man auch auf der ebenfalls liebevoll inszenierten offiziellen Webseite zum Film. Beide zu besuchen wird hiermit dringend empfohlen.

Dienstag, August 29, 2006

Tote Bilder: Battle In Heaven

Fellatio zu Beginn und am Ende der Geschichte. Jeweils derselbe neonkalte Raum, dieselben Akteure, nicht einmal ein Stellungswechsel hat stattgefunden. Und doch gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen den beiden Szenen. Welchen?

Die Bilder in diesem Film sind Tableaux Vivants: Als Analogie, wenn sie archetypische Konflikte (Schuld, Betrug) und Beziehungsgeflechte (Abhängigkeit) nachstellen, aber auch als Negativ, indem Sie menschliche Stillleben präsentieren, deren düstere Regungslosigkeit ihr Pendant in einem schwerfälligen Erzählstil findet; und vor allem in der teilnahmslosen Mimik der Akteure. Denn selbst wenn Sie weinen, zuckt nicht ein Muskel in diesen lethargischen Gesichtern. Lediglich stumme Tränen zeugen von ihrer Trauer. Emotionen verschaffen sich in diesem Film wenn überhaupt dann nur in Aktionen Ausdruck: beim Sex, Autofahren oder Töten etwa. Doch auch ein Mord stellt hier keinen Höhepunkt dar, er gehört zum Fluss behäbiger Bilder (hierzu passt, dass sogar die expliziten Sexszenen den Orgasmus der Beteiligten aussparen). Zum Schluss dann also noch einmal ein Blow-Job: Endlich sprechen die Partner miteinander, scheinbar haben sie nun gelernt, miteinander zu kommunizieren, sich gegenseitig ihre Liebe zu gestehen und vor allem: zu Lächeln! In ihre Gesichter ist Bewegung gekommen. Doch ist diese letzte Szene bezeichnenderweise ebenfalls nur ein heraufbeschworenes Bild, eine Wunschvorstellung des Anti-Helden Marcos vielleicht. Das junge schöne Mädchen und der dicke ältere Mann: Sie beide sind da schon tot. Ein Film, der von seinen toten Bildern lebt.

Montag, Juli 17, 2006

Solino

Wir suchen in Liedern, in Filmen, in Büchern, in Kunstwerken immer eine Bestätigung für das eigene Ich, stets danach Ausschau haltend, ob wir in der scheinbar wohlvertrauten Umgebung nicht doch noch einen Winkel finden, dessen Beschaffenheit uns bisher verborgen geblieben ist. Und wenn wir uns dann in ihn hinein­begeben, haben wir einen schönen neuen Ausblick auf unser Selbst. Regisseur Fatih Akin gibt ihn frei, diesen ungewohnten Blick auf uns selbst, indem er eine Geschichte über die Erfahrung des Fremden erzählt: Wie Familie Amato das heimatliche Dorf in Italien verlässt, um im tristen Duisburg allen Sprach- und Kulturbarrieren zum Trotz die erste Pizzeria des Ruhrgebiets zu eröffnen. Der Bezug zum Lebenslauf des Zuschauers ist garantiert, indem mit uralten Themen aus Familiensagen – Dreiecksbeziehung, Bruderzwist, Eifersucht, Ehebruch und Versöhnung der Brüder am Schluss – in einer Mischung aus Einwanderer-, Liebes- und Selbstfindungschronik ein Kaleidoskop sich überschneidender Projektionsflächen aufgemacht wird. Die eigentliche Botschaft des Films legt Fatih Akin bezeichnenderweise einem Regisseur – Baldi – in den Mund. Sie passt zum heißen Temperament der Hauptakteure: Lebe Dein Leben mit Feuer und Leidenschaft. --- Und schließlich: Komm, wir stellen uns in die Straße, in der Du aufgewachsen bist. Ich halte Dir von hinten die Augen zu und Du sagst mir, welche Farbe die einzelnen Häuser haben. Solino oder Duisburg – das versteht man überall.