Forever In My Life - Live
Und hier wie versprochen mein ganz persönlicher Blick auf einen Höhepunkt vom letzten Montag in Berlin. Prince singt "Forever In My Life" als hätten wir Sommer 1987. La Da Da Da Da Da Da Da...
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Und hier wie versprochen mein ganz persönlicher Blick auf einen Höhepunkt vom letzten Montag in Berlin. Prince singt "Forever In My Life" als hätten wir Sommer 1987. La Da Da Da Da Da Da Da...
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Steven Bascom
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12:48 AM
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Labels: Konzerte, Paisley Park
Ich wollte ja erst gar nicht hin. Zu teuer erschien mir die ganze Unternehmung (Ticket, Anreise, usw.), zudem hatte sich meine Leidenschaft für die Musik des Prinzen aufgrund seiner zuletzt mediokren Platten mit unansehnlicher Cover-Gestaltung und meiner immer größeren Abstand aufbauenden musikalischen Fortbewegung in andere Richtungen deutlich abgekühlt. Doch dann wurde mir über ein paar Ecken eine Karte zu einem guten Kurs angeboten – und da stand ich also am 05. Juli 2010 im Block H der Berliner Waldbühne. „Adolfs Amphitheater“ kam mir in den Sinn, und trotz der Ankündigung als einziges Konzert in Deutschland waren einige Reihen licht. Immerhin hatte man von wirklich jedem Platz aus gute Sicht. Kurz vor 20 Uhr ging es los. Ich habe mittlerweile aufgehört mich dafür zu interessieren, mit welchen Musikern Prince sich gerade umgibt, also kann ich den lustigen Lakeien mit der Mundharmonika, welcher eine skurrile Konzerteröffnung abgab, nicht namentlich benennen. Der erste eigentliche Prince-Song war jedenfalls „Venus De Milo“, eine große Überraschung, auf die leider erst mal keine mehr folgen sollte: Let's Go Crazy, 1999, Little Red Corvette, hier war nun mal mit vielen Hits zu rechnen, aber ich mag das alles live nicht mehr hören. Nachdem die ersten Party-Raketen abgefeuert waren, geschah etwas Unerwartetes: Die rigide Platzzuweisung wurde aufgehoben, die Massen strömten nach unten, also nutzte auch ich die Gunst des Augenblicks, ein Sprung über die Mauer, ein paar Sätze die Treppe runter und schon stand ich wenige Reihen von der Bühne entfernt. So nah am Geschehen wurde ich gleich besser mitgenommen: die großen Gesten, das kalkulierte Entertainment, sie packten mich und ließen auch meine Arme in die Luft fliegen. Prince ist und bleibt nun mal einer der besten und mitreißendsten Live-Entertainer des Planeten – und nach Michael Jacksons Ableben ist er wohl der einzige, der pure Selbstreferenz zelebrieren kann, ohne dass es peinlich wirkt. Spätestens ab „Ol’Skool Company“ gab es für mich jedenfalls kein Halten mehr, ich hüpfte wie Prince und Sheila E. auf imaginären Bettenburgen und freute mich besonders über einen aufgepimpten Klassiker: Kiss! Ein Song, der live schwierig umzusetzen ist, dabei nie so richtig funktionierte, an diesem Abend aber dank Frischzellenkur im Arrangement neu erstarkte. Mit solch schönen neuen Kleidern lass ich mich auch von den alten Schabracken gerne verführen. Dass Sprechchöre aus dem Publikum dann „Purple Rain“ einforderten und Prince es auch noch spielte, ach, das war okay, er hatte mich zuvor mit der Wiederentdeckung einer alten Liebe milde gestimmt: Forever In My Life. Mein Blick auf dieses wunderschöne Liebeslied habe ich hier mal reingestellt (Anm. der Redaktion: Geduld bitte, ich muss das Video noch bearbeiten). Wenn ich ein Fazit ziehen soll: Ein sehr schöner Konzertabend, nicht so überwältigend wie die ONA-Auftritte vor 8 Jahren, dennoch voller Glückshormone aktivierender Impressionen. Ich bin nun auf das neue Album gespannt. Und hey Prince, wenn Du mal für Deine Platten ein cooles Cover statt dieser hässlichen Air-Brush-Bumsbuden-Zeichnungen, die wohl leider auch „20ten“ verschandeln wird, verwenden möchtest, dann sprich mich doch einfach an. Ich könnte da durchaus jemanden vermitteln.
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Steven Bascom
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1:15 PM
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Labels: Konzerte, Paisley Park
So wie's aussieht, werde ich wohl nicht nach Berlin fahren. Über 150 € für ein Prince-Konzert auszugeben, dazu sehe ich mich gerade nicht in der Lage. Es sei denn, es findet sich noch ein Gönner oder Mäzen für nur-die-guten. However, allen, die schon eine Karte haben, wünsche ich viel Spaß und Roger Nelson natürlich alles Gute zum 52.
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Steven Bascom
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7:18 PM
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Labels: Ikonen, Infos, Paisley Park
Fast acht Jahre ist es her, dass ich zuletzt auf einem Prince-Konzert war (für die Komplettisten: 27.10.2002, Arena Oberhausen). Nachdem ich schon versucht war, mir ein Ticket für Werchter zu kaufen, kam diese Meldung rein: "Prince kommt für ein einziges Deutschlandkonzert nach Berlin. Der exklusive Vorverkauf startet am morgigen Sonntag, 30.05., um 10 Uhr." Na ja, dass Prince nur für ein einziges Konzert nach Deutschland käme, hatte man schon 1988 behauptet, um möglichst viele Besucher ins Frankfurter Waldstadion zu locken. Ich bin seinerzeit drauf reingefallen, nur, um mir dann noch ein weiteres Ticket für Dortmund besorgen zu müssen. Auch diesmal werde ich sehenden Auges meine Risikobereitschaft in finanziellen Transaktionen unter Beweis stellen, wenn ich morgen früh wieder vor der Kiste sitze, um mir eine Karte zu sichern. Wer Lust darauf hat, schneller zu sein als ich, kann das hier probieren.
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Steven Bascom
um
1:10 PM
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Labels: Ereignis, Heißer Scheiß, Ikonen, Konzerte, Paisley Park
Ich komme so langsam in ein Alter, wo man zu jenen Worthülsen neigt, vor denen man sich in jungen Jahren gefürchtet hat. Wie etwa "Dass ich das noch erleben darf" oder "So jung kommen wir nicht mehr zusammen". Irgend einer dieser Sätze schoss durch meine Gedankenstube, als ich erfuhr, dass meine in doch mühevoller Kleinstarbeit aufgenommene Tanzperformance ins neue Wendy & Lisa-Video "Salt & Cherries" eingebunden wurde. Nähere Infos zur Vorgeschichte finden sich hier. Man wird mir ollem Muffelpeter an dieser Stelle eine kleine Träne des Glücks im Knopfloch hoffentlich zugestehen wollen. Und wenn nicht, eat this!
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Steven Bascom
um
12:54 PM
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Labels: 15 Sekunden Ruhm, Heißer Scheiß, Ikonen, Paisley Park
Vor genau zwei Jahren, am 28. Juli 2006, schrieb ich mir, in einer ähnlich schwülen Sommernacht, meine Hoffnung auf ein neues Wendy & Lisa-Album von der Seele. Mittlerweile hatte ich den Glauben daran fast verloren. Doch bald ist es soweit: White Flags of Winter Chimneys wird es heißen. Vorab gibt es den Song Balloon zum freien Download. Vorschnelle Kommentare, um die ich ja sonst nicht verlegen bin, spare ich mir an dieser Stelle. Bis das komplette Album vorliegt, lässt mich allein die Freude über ein Lebenszeichen der Beiden in Demut schweigen.
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Steven Bascom
um
9:49 PM
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Labels: Heißer Scheiß, Ikonen, Infos, Liedgut, Paisley Park
Alles Gute zum Geburtstag, PRN. Von Prince findet man ja so gut wie nix mehr auf youtube, also muss das hier genügen. In dem Video ist er zwar nicht zu sehen, aber man kann ihn nicht überhören. Ein toller "Krush Groove"! Mehr davon dann in ein paar Stunden. Kann mir jemand Haarspray leihen?
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Steven Bascom
um
12:29 AM
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Labels: Dons Disco, Ikonen, Paisley Park, Prince - A Celebration

In der Goldkkante hängen sie als Poster, auf meiner Myspace-Seite sind sie auch schon hinterlegt, nur auf der Guten-Seite weiß man von nichts. Das kann natürlich nicht angehen. Hier also die letzten beiden Flyer zur Prince-Party am 7. Juni. Soll mir hinterher niemand vorwerfen, ich hätte nicht vollsten Körpereinsatz gezeigt. Flyer-Design by RRR.
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Steven Bascom
um
3:28 PM
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Labels: Dons Disco, Ereignis, Heißer Scheiß, Infos, Paisley Park, Prince - A Celebration, Style
Prince Rogers Nelson: Musiker, Mythos, Narziss, 80er-Ikone, Genie, Wahnsinniger? Viele Zuschreibungen musste Prince sich im Laufe seiner Karriere gefallen lassen, die meisten davon hat er selbst provoziert. Kaum ein anderer Musiker hat die bis dato gültigen Ansichten zu „schwarzer“ Musik, die auch von „Weißen“ gehört wurde, zu androgyner Sexualität und schließlich zur Popkultur so grundlegend umgedeutet wie er. Prince zu sein, hieß Strapse tragen, Oden auf den Oralsex singen und im gleichen Atemzug einer tiefen Religiosität huldigen; hieß „My Name Is Prince“ zu kreischen, nur um bald darauf den lästig gewordenen Namen wieder abzulegen und für lange Zeit zum unaussprechlichen Symbol zu mutieren. Prince-Fan zu sein hieß wiederum Widersprüche auszuhalten, und sei es um den Preis der Lächerlichkeit. So war der „Superstar“ Ende der 90er nahezu in Vergessenheit geraten. Aktuell angesagte Epigonen wie Outkast und Jamie Lidell oder die spektakuläre Reunion von The Time anlässlich der Grammy-Verleihung 2008 zeigen jedoch, dass der „Minneapolis Sound“ von einst heute wieder Gewicht hat.
Am 7. Juni 2008 wird Prince 50 Jahre alt. DJ C_V möchte am selben Tag den Mann feiern, der den Soundtrack seines Lebens geschrieben hat. Er folgt den Wegen, die Prince in den letzten 30 Jahren als Musiker und Künstler gegangen ist, spielt all die Lieder, die er bis zur Selbstaufgabe geliebt und auch ein paar, für die er sich insgeheim ein wenig geschämt hat. Und lässt Cocktails mixen, die „Melody Cool“ oder „Le Grind“ heißen. Zu Beginn (ab 20 Uhr) läuft der Film „Purple Rain“. Denn die Musik dazu hat den Popstar Prince als ewige Erinnerung in unser kollektives Gedächtnis gebrannt und das Bild, das wir von ihm und „den 80ern“ in uns tragen, bis heute geprägt. Der Eintritt ist frei.
Prince - A Celebration
7. Juni 2008
Ab 20 Uhr (Film "Purple Rain")
Goldkante
Bochum, Herner Str. 13
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Steven Bascom
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7:04 PM
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Labels: Dons Disco, Ereignis, Heißer Scheiß, Infos, Paisley Park, Prince - A Celebration
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Steven Bascom
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12:04 AM
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Labels: Ereignis, Infos, Paisley Park, Prince - A Celebration, Style
November 5, 2007
In an extraordinary, but not unfamiliar move, the rock legend Prince is using an army of lawyers to launch attacks on his own fans.
Several of the largest web communities dedicated to the artist have received notices to cease and desist all use of photographs, images, lyrics, album covers and anything linked to Prince's likeness.
It is our opnion that these threats are not made in an attempt to enforce valid copyright as Prince alleges in his threats, rather we believe they are attempts to stifle all critical commentary about Prince. We strongly believe that such actions are in violation of the freedom of speech and should not be allowed. Prince claims that fansites are not allowed to present any artwork with Prince's likeness, to the extreme that he has demanded removal of fan's own photographs of their Prince inspired tattoos and their vehicles displaying Prince inspired license plates.
Prince's representatives have requested that the fansites provide them with "substantive details of the means by which you [the fansites] propose to compensate our clients [Paisley Park Enterprises, NPG Records and Anschutz Entertainment Group (AEG)] for damages..."
The owners of the three largest fansites supporting Prince: www.housequake.com, www.princefams.com and www.prince.org have come together to fight back to what amounts to an injustice to the fansites and the very fans who have supported Prince's career, many since the very beginning nearly thirty years ago.
It is their hope that Prince will reconsider his position and allow these fansites to continue their existence without constant threats from Prince and his attorneys. Should this not be possible, the fansites are fully prepared to defend their position in the proper court of law, as well as fully prosecute any claims to which they are justly entitled.
The owners of housequake.com, princefams.com and prince.org acknowledge that, while Prince is entitled to control of his copyrights, it should be within the law. The law clearly provides for displaying of images of a celebrity's likeness for newsworthy events or matters that are considered to be public interest. All three websites feel that the photographs and/or likeness displayed on their websites clearly fall within the public interest category. Additionally, the use of photographs is legal based on the fair use doctrine, i.e. the displaying of album cover art, or the collage headers created by website members using a variety of different photographs.
For housequake.com: Aaron A. Sikkink and Karyn Avera
For princefams.com: Endre Adolfsen and Jonathan Nice
For prince.org: Ben Margolin
For more information, please contact the Prince Fans United Group spokesperson:
Karyn Avera at:pfu@housequake.com.
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Steven Bascom
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4:33 PM
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Labels: Dons Deppen, Ikonen, Infos, Netz-Werk, Paisley Park, Trash
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Steven Bascom
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6:43 PM
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Die erste offizielle Ankündigung war wenige Tage alt, da kratzte das Frl. W. den Bochumer Stadtspiegel vom Treppenhausboden und machte mich auf einen Artikel aufmerksam, den ich, zumindest in Auszügen, der geschätzten Guten-Leserschaft nicht vorenthalten möchte. Auf S. 3 findet sich dort unter der bezeichnenden Überschrift "Unsere Gäste sind talentiert und wir haben jetzt den Beweis in der Hand" (es ging um das Oberthema "Heart Of Gold" - Die Goldkanten-CD) folgender Passus:
Ich bin begeistert! Und gehe davon aus, dass das nun immer so gut klappt: Also, ich schreibe hier was über die Prince-Party im Juni 2008 und ein paar Tage später steht das dann in der Zeitung, ja? Über diesen Artikel hier möchte ich übermorgen bitte etwas in der WAZ lesen. Und danach können gerne SZ, FR, TAZ, FAZ, Intro, Spex und meinetwegen auch der Musikexpress folgen. Aber bitte ab der nächsten Ausgabe die Nennung des "Guten"-Links nicht vergessen. Schließlich hätte auch ich gerne mal so viele Leser wie der Stadtspiegel.
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Steven Bascom
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10:31 PM
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Er kann es noch: Großtaten wie "Chelsea Rodgers" schreiben. Die einem die Füße auf dem Tanzflur heißbrutzeln und von der ersten bis zur letzten Sekunde mitreißen. Er schafft ihn erneut, den eleganten Spagat zwischen kalkuliertem Bombast und kindlicher Verspieltheit in "Planet Earth". Er hatte sie also doch noch, die Nummer von Wendy & Lisa, die ihre unverkennbare Prägung im Titelstück oder in "Lion Of Judah" hinterlassen. So gleichgültig kann mich kein James Blunt-Song werden lassen, als dass ich nicht blind jeden einzelnen Akkord benennen könnte, den die beiden hier gegriffen haben. Da braucht es keine Liner-Notes. Er schüttelt sie immer noch aus dem Ärmel, Beischlaf-Hintergrund-Klassiker wie "Somewhere Here On Earth" oder Penis-Posen a la "Mr.Goodnight", auch wenn kaum ein Jehova das bezeugen mag. Und ja, leider sind ihm auch die Banalitäten nicht ausgegangen, ein Lied, das mit der Zeile "The Main Problem With War Is That Nobody Wins" anfängt, kann ich jedenfalls nicht ernst nehmen. Die Schweinerock-Single "Guitar" macht es auch nicht besser, wenngleich das musikalisch ähnlich speckig daher stiefelnde "The One U Wanna C" sich inzwischen unbarmherzig in meine Gehörwindungen geritten hat. Letzgenanntes sollte sich Stitch Jones unbedingt anhören, könnte ihm gefallen. Kann man nämlich prima auch das Lasso zu schwingen. Fazit? Fragt mich in einem Jahr nochmal. Das schöne an den meisten Prince-Platten ist ja, dass sie mit der Zeit ihre Bedeutung ändern - und die hier hat auf jeden Fall das Zeug zum Grower.
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Steven Bascom
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6:03 PM
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Alle Songs vom neuen Prince-Album "Planet Earth" kursieren inwzischen in den Weiten des Netzes und liegen bereits auf meiner Festplatte. Bevor ich hier zur ausführlichen Kritik aushole, muss ich mir das Ganze noch ein paar Mal anhören. Was allerdings jetzt schon feststeht: WENDY UND LISA SIND MIT DABEI! Und ich muss mich entscheiden, ob ich auf der nächsten Auflegeparty "Mr. Goodnight" oder "Chelsea Rodgers" spielen werde. Vermutlich beides. Mehr demnächst auf der guten Seite.
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Steven Bascom
um
11:36 PM
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Labels: Heißer Scheiß, Ikonen, Infos, Paisley Park
FIRST SINGLE FROM "PLANET EARTH," PRINCE’S NEW UNRELEASED ALBUM, AVAILABLE Now – FREE and exclusively – from verizon wireless. - via.
Ganz ehrlich: Mir geht es auf den Sack, dass der Künstler nicht mehr zu seinem Publikum, sondern das Publikum zum Künstler kommen soll. Mir geht es auf den Sack, wenn ich irgendeine drahtlose Verbindung eingehen muss, um die neue Single vom Künstler hören zu können. Mir ging schon das Elvis-Las-Vegas-Gehabe vom Künstler auf den Sack, aber vor allem ärgert es mich zu sehen, wie der Künstler immer weniger als Musiker und immer mehr als Geschäftsmann auftritt. Schließlich gehe ich mir selber am meisten auf den Sack, weil ich das Porträt des Künstlers als alter Mann wohl zu sehr als Dorian-Gray- Bildnis zeichne, gleich noch die "Sign O' The Times auflege und nach dem "Vor-zwanzig-Jahren -war-alles-Besser"- Gejammere, das mir dabei ganz sicher durchs Gemüt saust, so vergeblich schlagen werde wie nach jener dicken lästigen Fliege, die mich neulich beim Stuhlgang so genervt hat.
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Steven Bascom
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10:51 AM
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Labels: Ikonen, Infos, Paisley Park, Trash
Sogar im Orangennetz hat es sich schon herumgesprochen: Prince wird 21 Nächte lang in London spielen. Sonst nirgends in Europa, jedenfalls nicht in diesem Jahr. Das ist dann bestimmt ein Rekord oder so und die wohl monozentristischste "Tour" aller Zeiten. Las Vegas oder London, Hauptsache Monetarien. Man mag sich (ein weiteres Mal) fragen, ob Prince nun komplett durchgedreht ist. Meiner Meinung nach hat er, im Gegenteil, mal wieder bewiesen, dass er ein cleverer Marketing-Fuchs ist, der sich effektvoll in Szene zu setzen weiß. Ich gehe aber trotzdem nicht hin, sondern rufe statt dessen an dieser Stelle zur ent-globalisierten Gegenoffensive auf: Unter dem Banner von "One Nite In Wattenscheid" mögen sich all jene eintragen, die Prince nicht in Britannien, sondern vor der eigenen Haustür sehen wollen. Sollten mehr als 3121 Unterschriften zusammenkommen, werde ich diese in Form einer Petition und mit breiter Rückendeckung von "Nur Die Guten" an den Meister persönlich weitergeben. Machen wir ihm also ein Angebot, das er nicht ablehnen kann! http://www.3121.com/
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Steven Bascom
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10:32 PM
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Die anfängliche Unentschlossenheit überwunden, das teure Ticket in der Tasche und dann doch wieder Skepsis beim Betreten des Yard Clubs. Denn die tollen Diven will niemand sehen. Vom E-Werk direkt in dieses kleine Kabuff verlegt, nicht einmal für die benachbarte Kantine haben die Ticketverkäufe gereicht. Noch tiefer werden die Furchen in meiner Stirn angesichts des aufgeschlagenen Publikums: Vor mir in vorderster Reihe ein Menorca-Urlaubspärchen, das locker als meine Eltern durchgehen würde. Ein Blick über die Reihen hinter mir bestätigt alle Befürchtungen: Wer hier hingekommen ist, hat „The Glamorous Life“ seinerzeit mit Mitte Zwanzig gekauft. Hör auf zu meckern, Don. Eng ist es hier und heiß. Um kurz nach 21 Uhr ebnet sich ein breitschultriger Security-Typ mit böse-einschüchterndem Bulldoggenblick den Weg durch die Menge bis zur Treppe, die auf die winzige Bühne führt. Die Diven müssen sich in Ermangelung eines Backstage-Raums ihren Weg von der Damentoilette durch die Menge bis zu ihren Instrumenten bahnen. Mit den alten Heldinnen auf Tuchfühlung. Rhonda Smith, Kat Dyson, Cassandra O’Neil und schließlich Sheila herself stellen sich in einer Reihe auf. Sheila ist zusammen mit ihrem Publikum sichtlich gealtert, kann sich aber immer noch ohne lächerlich zu wirken in einen atemberaubend knappen Rock zwängen. Sie schaut ein wenig schlecht gelaunt drein. Ein „Chronicles Of Every Diva“-Solo wird kurz angestimmt, dann macht Sheila das, was sie sicherlich am besten kann, sie setzt sich hinter ihr Schlagzeug und haut alles kurz und klein, was immer sich ihr aus der langen Geschichte von Soul, Latin und Funk in den Weg stellt. So drischt sie auf uns ein, wir wollen das so und freuen uns, dass wir nach der langen Zeit endlich mal wieder ordentlich verhauen werden. Die anderen Gespielinnen dürfen natürlich auch zeigen, was sie können, bekommen ausgiebige Soli, wobei jeder Griff und jede Note so tight sitzen wie die Strumpfhosen, die sie an den Beinen tragen. Größte Sensation des Abends ist zweifelsohne Special Guest Candy Dulfer. Ihr „Sax-A-Go-Go“ bringt die alternden Knochen im Saal zum klappern, dass es eine Wonne ist. Von nun an bleibt alles in Bewegung, ein Knüller folgt dem nächsten, auch die neuen Songs des noch nicht veröffentlichten COED-Albums überraschen positiv. Dann die Zugabe, auf die alle gewartet haben: The Glamorous Life mit einer Beserker-Sheila, die im stehen ihre Percussions malträtiert. Das war’s dann aber auch. Eineinhalb Stunden Konzert war mir viel zu kurz. Und auf Shakira nebenan in der Kantinen-Disco hatte ich keine Lust. Meine Hüften lügen nämlich nicht, sie schmerzen ein bisschen. Also ging es gleich heim mit der Hoffnung, bis zum nächsten Sheila-Konzert nicht noch einmal 18 Jahre warten zu müssen...
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Steven Bascom
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2:48 PM
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Labels: Konzerte, Paisley Park
Reunion-Wahn auch im Prince-Camp. Ihr drittes Konzert in 20 Jahren geben "The Family", jene Band, für deren sagenumwobenes erstes und einziges Album man bei ebay astronomische Beträge zahlen muss (zumindest, wenn man die CD haben möchte) und die ich hier bereits mal, äh, erwähnt hatte. Ein Lied von The Family kennt jeder, der das hier liest: nämlich das Original von "Nothing Compares 2 U". Das "Family"-Album genießt in Fankreisen und inzwischen auch darüber hinaus einen etwas verklärten, aber irgendwie auch berechtigten Kultstatus, vermutlich, weil es besser ist, als vieles, was Prince selbst in letzter Zeit so zustande gebracht hat. Mir altem Sack ging jedenfalls ein kleines bisschen das Herz auf, als ich keinen geringeren als Questlove die einleitenden Worte zur Roots Jam Show sprechen sah und hörte. The Family will auch in Europa touren, ich werde da sein. Myspace
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Steven Bascom
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11:37 AM
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Labels: Ikonen, Konzerte, Paisley Park
Sheila E. habe ich zuletzt auf der „Lovesexy“-Tour im September 1988 in der Dortmunder Westfalenhalle live spielen sehen. Am 14. März 2007 wird sie bei der Veranstaltung „Chronicles Of Every Diva“ im Kölner E-Werk auftreten. Allein die achtzehneinhalb Jahre Wartezeit wären ja Grund genug, da mal vorbeizuschauen. Und wenn man dann noch die Namen der anderen für den Abend angekündigten Diven liest – Cassandra O’Neal, Rhonda Smith oder, wow!, Candy Dulfer – so wäre man wohl schön blöd, wenn man sich diese vermutlich einmalige Gelegenheit entgehen lassen würde. Und doch zögere ich: 41,90 € ist ein stolzer Ticketpreis, den ich mir zurzeit eigentlich nicht leisten kann. Außerdem waren die letzten beiden Sheila-E.-Alben „Writes Of Passage“ und „Heaven“, mal ganz ehrlich, sterbenslangweilig (wenn ich noch ehrlicher sein soll, hatte bereits „Sex Cymbal“ anno 1990 nur wenige gute Momente zu bieten, aber das würde ich öffentlich niemals zugeben wollen). Läge meine Motivation zum Besuch des Konzertes also bloß in einem nostalgischen Festhalten an längst vergangene und seither tausendmal verklärte Glücksmomente? Oder darin, dass man als „Fan“ da einfach hinzugehen hat? Oder vielleicht in der Furcht, dass man sich im Nachhinein ärgert, wenn man es nicht tut? Ist es nicht ratsamer, das Geld zurückzuhalten und darauf zu hoffen, dass Prince himself seinen immer dürrer werdenden Hintern in diesem Leben doch noch mal aus Las Vegas rausbekommt und endlich wieder durch Europa tourt? Und sollte ich hier nicht lieber über Musik schreiben, die mich aktuell viel mehr interessiert und berührt?
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Steven Bascom
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3:23 AM
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Labels: Ikonen, Konzerte, Paisley Park