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Dienstag, November 06, 2007

Prince Fans United


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PRESS RELEASE - FOR IMMEDIATE RELEASE

November 5, 2007

PRINCE FANS FIGHT BACK AGAINST ATTACKS

In an extraordinary, but not unfamiliar move, the rock legend Prince is using an army of lawyers to launch attacks on his own fans.

Several of the largest web communities dedicated to the artist have received notices to cease and desist all use of photographs, images, lyrics, album covers and anything linked to Prince's likeness.

It is our opnion that these threats are not made in an attempt to enforce valid copyright as Prince alleges in his threats, rather we believe they are attempts to stifle all critical commentary about Prince. We strongly believe that such actions are in violation of the freedom of speech and should not be allowed. Prince claims that fansites are not allowed to present any artwork with Prince's likeness, to the extreme that he has demanded removal of fan's own photographs of their Prince inspired tattoos and their vehicles displaying Prince inspired license plates.

Prince's representatives have requested that the fansites provide them with "substantive details of the means by which you [the fansites] propose to compensate our clients [Paisley Park Enterprises, NPG Records and Anschutz Entertainment Group (AEG)] for damages..."

The owners of the three largest fansites supporting Prince: www.housequake.com, www.princefams.com and www.prince.org have come together to fight back to what amounts to an injustice to the fansites and the very fans who have supported Prince's career, many since the very beginning nearly thirty years ago.

It is their hope that Prince will reconsider his position and allow these fansites to continue their existence without constant threats from Prince and his attorneys. Should this not be possible, the fansites are fully prepared to defend their position in the proper court of law, as well as fully prosecute any claims to which they are justly entitled.

The owners of housequake.com, princefams.com and prince.org acknowledge that, while Prince is entitled to control of his copyrights, it should be within the law. The law clearly provides for displaying of images of a celebrity's likeness for newsworthy events or matters that are considered to be public interest. All three websites feel that the photographs and/or likeness displayed on their websites clearly fall within the public interest category. Additionally, the use of photographs is legal based on the fair use doctrine, i.e. the displaying of album cover art, or the collage headers created by website members using a variety of different photographs.

For housequake.com: Aaron A. Sikkink and Karyn Avera
For princefams.com: Endre Adolfsen and Jonathan Nice
For prince.org: Ben Margolin

For more information, please contact the Prince Fans United Group spokesperson:
Karyn Avera at:pfu@housequake.com.

Freitag, November 03, 2006

Dons Deppen II - Der Deppen-Daumen

Gestern Morgen zog ich ein Werbeprospekt der Firma „Auto Teile Unger“ aus dem Briefkasten. Darauf ein debil grinsender Michael Schumacher, der seine Faust nach vorne und daran seinen Daumen nach oben reckt. Wir kennen sie alle, diese Geste des virilen Optimismus, diese Dauererektion des kleinen Mannes, der seinen phallischen Lutscher nur zu gerne in die Kamera hält, kaum dass er ihn vom nuckeln entwöhnt hat. Der Deppen-Daumen steht nämlich immer, Potenzstörungen sind ihm fremd. Doch welche Intention mag wirklich mit dieser Gebärde verbunden sein? Allein ein „Prima!“, „Spitze!“ oder „Top!“ signalisieren zu wollen, rechtfertigt noch lange nicht ihre pestizidartige Verbreitung. Verbirgt sich dahinter vielleicht eine auf den Saugreflex der Damenwelt gerichtete Provokation? Oder ist es einfach nur ein arglos übernommenes atavistisches Relikt aus einer Zeit, in der das Auf oder Ab des Daumens über Leben oder Tod entschied? Daumen hoch, hier kommt der Gladiator der Gegenwart?

Michael Schumacher ist jedenfalls in bester Gesellschaft. Kaum eine Lokalmeldung kommt heute noch ohne die Dominanz des Deppen-Daumens aus. Kein Bürgermeister, Gewerkschafts-Vertreter, Ortsvereins-Vorsitzender oder Air-Berlin-Pilot, der nicht bereitwillig den Trimm-Dich-Pfad der Selbst-Vermarktung eingeschlagen hätte. Bleibt nur zu hoffen, dass die Daumen-Diktatoren bald ihre metrosexuelle Seite entdecken und sich das Ding sonst wo hinstecken. Zum Beispiel in den Mund. Da fällt mir gerade ein: Kommt jemand mit in „Thumbsucker“?

Mittwoch, August 16, 2006

Dons Deppen I – Oliver Geißen

Oliver Geißen ist der Sohn eines Fischhändlers. „Er wollte zunächst Tierarzt werden“, heißt es im Wikipedia-Artikel über ihn. Fischhändler und Tierarzt – das sind ehrenwerte Berufe. Immerhin fordern sie einen freiwilligen (und sinnvollen, weil für andere nützlichen) Umgang mit Gestank. Weder tote Fische noch kranke Tiere riechen besonders gut. So etwas verdient den höchsten Respekt. Oliver Geißen ist jedoch nicht Tierarzt, sondern Depp geworden, und man darf sich nun die Frage stellen, an welcher Weggabelung seiner Biographie er die Richtung zum Deppen eingeschlagen hat. Waren es die zwei Jahre Bundeswehr? Hat er für den Kommiss (verständlicherweise) aufgehört zu denken und danach einfach nicht wieder angefangen? Oder ist ihm während seiner Zeit bei den Hamburg Blue Devils ein Football mal zu derbe gegen die Birne geknallt? Wir wissen es nicht – und doch gibt uns der Wikipedia-Artikel einen heißen Tipp: „Seine ersten Moderationsschritte wagte Geissen beim privaten Jugendsender "OK Radio" in Hamburg und erreichte in der Hansestadt dadurch eine große Bekanntheit.“ Das ist es! Allein schon „OK Radio“ klingt ja mindestens so bekloppt wie "OK Italia". Hier muss Oliver Geißen in ungezählten Moderationsstunden das schwierige Handwerk des die Einfältigkeit der geladenen Gäste süffisant Überbietenden gelernt haben. Man denke nur an den Auftritt von Hubert Kah in irgendeiner der von Geißen moderierten 80er-Shows. Kah, der sichtlich verwirrt und vermutlich unter Drogeneinfluss was von einer neuen Single, die aber noch nicht gepresst sei, faselte, wurde in seinem Redefluss von Geißen mit einem eloquent-herablassenden „Ahhh…ja!“ abgekanzelt. Bereits zuvor kam von Geißen nichts als ein freches Krötengrinsen und zwei drei oberflächlich-belanglose Fragen a la „Wie war das denn damals in den 80ern?“ Kah ging gegen diese Dummheit mit der eigenen, das heißt mit endlos verschwurbeltem Eso-Geschwafel, an. Er verstieß dabei gegen die ungeschriebenen Gesetze des Non-Diskurses, des „Wir tun so als ob wir uns unterhalten, ohne wirklich etwas zu sagen“. Denn auf so eine Frage hätte er allerhöchstens mit 10 Wörtern verteilt auf zwei Sätze antworten dürfen. Stattdessen ein nicht enden wollender Rede-Schwall. Dies darf der Gralshüter des Non(sens)-Diskurses natürlich nicht zulassen, also fällt Geißen seinem Gast ins Wort bevor es zu unbeabsichtigt sinnhaften Äußerungen kommen kann. Unvergessen auch seine Erwiderung auf Désirée Nosbuschs Coming Out als Prince-Fan: Völlig überfordert von der Bekenntnis zu solch einer obskuren Leidenschaft, setzte er wieder sein bewährtes, weil Überlegenheit suggerierendes Krötenlächeln auf und verkündete ein in seiner Originalität noch nie dagewesenes „Lebt der noch?“ Die Ausdifferenzierung seiner Rede erreichte schließlich mit dem Uraltwitz über „TAFKAP-Prince“ („Wie heißt der jetzt eigentlich?“) ihren vorläufigen Höhepunkt. Klar, dass Geißen sich spätestens hier die Aufnahme in „Dons Deppen“ redlich verdient hatte, zumal er auch unfreiwillig ein nicht unwesentliches Deppen-Kriterium erfüllte: das Fremdschämen.

Dons Deppen – Das Manifest

„Dons Deppen“ ist eine auf der Blogseite „Nur die Guten“ in unregelmäßigen Abständen erscheinende Rubrik, die sich in besonderem Maße der Aufdeckung des nicht immer unmittelbar erkennbaren Deppentums verpflichtet fühlt. Dabei richtet sich das Augenmerk auf Personen der Zeitgeschichte, die sich auf (pop)kulturellem Felde durch verbürgte, penetrante und darum (den Autor dieser Zeilen) besonders nervende Dummheit hervorgetan haben. Dem aufmerksamen Leser entgeht sicherlich nicht, dass ein solches Vorhaben zunächst einmal im schroffen Gegensatz zu der Grundidee der „Guten“-Seite (wie sie ja bereits im Titel formuliert ist) steht. Mit „Dons Deppen“ hat sich der Initiator von „Nur die Guten“ nun das korrektive Negativ zur eigenen Eierkuchen-Mentalität geschaffen. Dabei trägt er ganz nebenbei auch der Tatsache Rechnung, dass es „da draußen“ (das ist dort, wo die Leserschaft sitzt) auch jede Menge Bullshit zu ertragen gibt. Anders ausgedrückt: Mit „Dons Deppen“ hält auf Dons Seite endlich auch mal ein Stück Lebenswirklichkeit Einzug. Und um den „Best of“-Anspruch von „Nur die Guten“ nicht völlig über Bord zu werfen, werden in „Dons Deppen“ natürlich nur die dümmsten Deppen vorgestellt. Versprochen!